📌 Themen dieser Folge:
- Klassische Rollenstereotype erkennen und hinterfragen
- Kommunikation statt Tabus: anders fragen, Neins respektieren, Narrative ändern
- Haltung und Grenzen: gemeinsam statt gegeneinander
- Warum Sex oft „nicht gut genug“ ist: Erwartungen, Missverständnisse, fehlende Differenzierung
- Zehn konkrete Tipps für mehr Lust und guten Sex
- Solosexualität und Selbstkenntnis als Ressource
- Hinweise auf Transkripte und Community-Angebote
💡 Das Wichtigste in Kürze
- Rollenbilder entlarven: Verantwortlichkeit für Lust ist nicht einseitig.
- Redet über Sex – am besten vor oder nach dem Sex, mit Fokus auf Wünsche und positives Feedback.
- Weg vom Orgasmus-Ziel, hin zu Sinnlichkeit, Genuss und Präsenz.
- „Müssen“-Gedanken prüfen und eigene Werte klären.
- Lust aktiv gestalten: Rituale, Materialien, Settings.
- Gemeinsame Entdeckungsreise starten – lernen, ausprobieren, neugierig bleiben.
- Aussprechen, was schwerfällt; Motivation und Ängste mitdenken.
- Unterschiedliche „Arten von Sex“ unterscheiden und passend wählen.
- Eigenverantwortung übernehmen statt passiv warten.
- Eigene Sexualität (inkl. Solosex) erforschen – das entlastet und bereichert Beziehungen.
🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
- Eigene Vertiefungsfolge: W wie Wheel of Consent: Spielerisch ins Einvernehmen
- Konzept: Wheel of Consent – Betty Martin (Website)
- Praxis: Das Drei-Minuten-Spiel (PDF, deutsch)
- Kommunikation: Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
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Credits:
🎧 Danke fürs Zuhören – lass uns gemeinsam die Welt liebevoller und verständnisvoller machen – für dich, für deine Beziehung, für alle! ❤️
Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
Intro
Willkommen bei Mono, Poly & Co., dem Nonprofit-Wissens-Podcast für Beziehungen in allen Formen. Ich bin Sonja Jüngling, Paar- und Sexualberaterin und außerdem Beziehungsbegeisterte, Abenteurerin und Gegensatzaushalterin.
Begrüßung
Guten Tag! Heute gibt es eine Praxisfolge zum Thema Lust und guter Sex. Wenn das die erste Folge zu dem Thema ist, hör doch gerne die von letzter Woche. Heute möchte ich ein Phänomen aus der Praxis beleuchten und zehn Tipps geben, wie du deine Sexualität verbessern kannst.
Phänomen aus der Praxis: Er will sie nicht
Das Phänomen aus meiner Praxis, das mir wirklich immer wieder begegnet, ist diese typische Hetero-Geschichte. Er will Sex, sie nicht. Und das ist so, also da gehen beide davon aus, dass er immer will und dass sie entscheidet oder ihn versorgt mit Sexualität. Und da sind ganz viele Geschichten bei, auch so Aussagen wie, wenn du ihm den Sex in der monogamen Beziehung nicht gibst, dann holt er sich den woanders. Also du bist quasi dazu verpflichtet, ihm Sex zu geben. Das würde ich so nicht stehen lassen. Also klar, wenn ich mich darauf einige, dass Sexualität nur zwischen uns stattfinden kann, habe ich natürlich eine größere Verantwortung für die Gemeinschaftssexualität, als wenn wir in einer offenen Beziehung leben. Aber ich würde nicht grundsätzlich sagen, dass sie für seine Lust verantwortlich ist, genauso wie er nicht für ihre Lust verantwortlich ist. Und wenn dieses Skript weiter, diese Erzählung, dieses Narrativ weitergegeben wird, dann stecken beide in den Rollen fest. Und es geht gar nicht nur darum, dann gefangen zu sein in dieser Dynamik, sondern auch gefangen zu sein in sich selbst. Ich darf als Frau dann nicht gierig oder pushy oder fordernd sein und als Mann darf ich nicht keine Lust haben und solche Geschichten. Und das begegnet mir tatsächlich ziemlich häufig. Und ich habe es in der letzten Folge schon gesagt, ich habe noch keine wirklich guten, fundierten Hinweise dazu gefunden, dass das wirklich so ist, dass Männer mehr Libido haben als Frauen. So, was kann ich also machen, wenn ich diese Geschichte lebe, mir erzähle, weiter stabilisiere?
Lösung 1 Kommunikation ändern
Das eine ist, ich kann meine Kommunikation verändern. Also zum Beispiel können die Personen, die Sex wollen, anders fragen und das mit einem Nein umgehen. Ich kann aufhören zu verlangen, dass geliefert werden muss und kann offener fragen. Es wäre an der Stelle wichtig, dass er in dem Fall sich selbst ermächtigt und unabhängig macht von ihrem Liefernmüssen, von ihrer Aktion. Und ich kann auch aufhören, das immer wieder verbal zu bestätigen, dass ein Penis einfach ist und ne Vivi kompliziert. Das heißt am Ende, wenn ich die Kommunikation verändere, dass ich halt auch insgesamt mehr reden darf. Wie das gehen könnte, da komme ich später noch zu. Aber letztendlich, ja, also das Narrativ, dass guter Sex nur dann gut ist, wenn ich nicht drüber reden muss, das funktioniert in Langzeitbeziehungen häufig nicht so gut. Und es kann da total sinnvoll sein, Elefanten im Raum zu benennen. Also zum Beispiel, ich habe den Eindruck, du hast mehr Lust als ich. Ist das so? Was können wir damit machen? Also die Kommunikation über die Sexualität und die eigenen Bedürfnisse verändern. Im Normalfall leider einfach überhaupt starten, weil oft nicht viel darüber geredet wird. Und wie genau das geht, da komme ich gleich noch zu. Dann, was können die beiden
Lösung 2 Haltung ändern
noch tun? Die können ihre Haltung verändern. Also zum Beispiel aus dem gegenseitigen Kampf rauskommen, aus dem ich muss mich um mich kümmern, weil der anderen Person ist das egal. Das ist es nämlich oft gar nicht. Und ihr habt ja beide das gleiche Ziel, nämlich guten Sex, gute Verbindungen, gute gemeinsame Zeit. Und die Haltung ist eben auch, dass ich lernen darf, mit Grenzen anders umzugehen, meine Grenze besser halten zu können, besser für meinen Schutz und meine Bedürfnisse loszugehen und nicht in die Empörung zu verfallen, wenn die andere Person das meiner Meinung nach gerade nicht im Blick hat. Und auch die andere Person darf dann lernen, Grenzen zu akzeptieren und nicht als gegen mich, sondern für die andere Person zu sehen. Und wenn wir über Grenzen sprechen, es gibt schon ganz viele MoPoCo-Folgen zum Thema Grenzen, die dürft ihr euch dazu gerne auch angucken. Was ist oft die Lösung, wenn ich Paare habe, die mit diesem Phänomen zu mir in die Praxis kommen? Ganz oft ist es so, dass der Sex für sie nicht gut genug war, dass es versteckte oder ignorierte Neins gab und versteckte und ignorierte Wünsche und das zu hinterfragen ist total wichtig. Und es könnte auch sein, dass er gar nicht wirklich gemerkt hat, dass der Sex besser sein könnte, weil er die Geschichte geglaubt hat, dass nur ein Sex mit Orgasmus ein guter Sex ist und gar nicht darauf achtet, was es eigentlich sonst noch gibt. Und ganz oft ist es so, dass Männer, die viel Sex wollen und da in große Not und großen Druck geraten, sich auch viel zu viele Bedürfnisse mit Sexualität erfüllen und sich gar nicht dessen bewusst sind, dass sie manche Bedürfnisse davon auch auf anderem Wege befriedigen können. Also damit meine ich nicht zwingend Solosex, obwohl das auch eine Lösung sein kann, sondern wirklich auch, vielleicht ist es auch Intimität oder Nähe, die ich mir damit erfülle und kann ich die vielleicht auch durch Kuscheln oder durch andere Dinge erhalten. Also wenn ein Paar zu mir kommt mit dieser Dynamik, dann hinterfrage ich ganz viel, hinterfrage deren Kommunikation, deren Haltung und gucke, was ist eigentlich der Grund, dass die in dieses Narrativ gerutscht sind und was ist der individuelle Grund, Weil so pauschal ist das meistens gar nicht lösbar. Denn es gibt im Zwischenmenschlichen, das sage ich ja ganz oft, oft kein richtig, kein generelles richtig oder falsch.
10 Tipps
So, dann komme ich jetzt zu den zehn Tipps, die ich mitgeben möchte dazu, wie man die Lust erhöhen beziehungsweise den Sex besser machen kann. Das erste ist, das habe ich im Grunde genommen schon mehrfach gesagt, das sexuelle Skript, das ich gelernt habe oder das ich denke, das richtig ist zu hinterfragen und dann gegebenenfalls anzupassen. Was gefällt mir daran, was gefällt mir daran nicht, was kickt mich überhaupt, da wirklich zu gucken, was brauche ich für Sexualität und was wünsche ich mir innerhalb von Sexualität. Der zweite Tipp ist, Den Fokus weg zu leiten vom Orgasmus hin zu mehr Lust, mehr Sinnlichkeit, mehr guter Zeit, mehr Genuss. Was auch immer für dich wichtig ist, finde deine Worte, finde das, was du möchtest. Also weg von, ich muss einen Orgasmus haben, hin zu, was ist eigentlich wichtig für mich. Und wenn für dich der Orgasmus wichtig ist, ist das voll fein. Aber das durchaus mal zu hinterfragen und zu gucken, was ist eigentlich mein Fokus bei gutem Sex. Das ist mein Tipp Nummer zwei. Mein Tipp Nummer drei ist, grundsätzlich alles, wo ich ein Müssen verspüre, zu hinterfragen. Also ich muss das, du musst das. Ich habe es schon gesagt, im Zwischenmenschlichen gibt es oft kein generelles Richtig oder Falsch. Also zu gucken, wenn ich das denke, das muss, wo kommt das eigentlich her? Ist das aus mir heraus? Ist das aus der Gesellschaft heraus? Da zu gucken, was ist das eigentlich, wenn ich denke, ich muss, er muss, sie muss. Kann ich das vielleicht hinterfragen? Ist das tatsächlich ein Muss oder nicht? Der vierte Tipp ist, Lust zu erschaffen. Die kommt oft nicht von allein, vor allen Dingen in Langzeitbeziehungen, vor allen Dingen in unserem gestressten und engen Alltag. Also wie kann ich Lust erschaffen? Was sorgt da bei mir dafür? Bin ich eine Person, die dann sich vielleicht mit pornografischem oder auditiven Material versorgen darf? Was brauche ich eigentlich, um in Lust zu kommen? Was macht mir Lust? An welchen Momenten verspüre ich Lust? Und das gilt natürlich alles nur, wenn ich es auch will. Ja, niemand muss Sex haben. Die Frage ist halt, warum möchtest du Sex haben? Und da zu gucken, okay, das ist mein Grund und so komme ich in die Lust, ist mein Tipp Nummer vier. Mein Tipp Nummer fünf ist, sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise zu begeben. Und das kann alles Mögliche heißen. Das kann heißen, dass wir uns Spiele kaufen, die Sexualität, die Paarsexualität unterstützen. Das kann heißen, dass wir gemeinsame Seminare besuchen, gemeinsame Filme anschauen, dass wir gemeinsam Bücher lesen und uns darüber austauschen. Dass wir einfach entdecken, was ist Lust, was ist guter Sex, was ist Sexualität insgesamt. Und da uns selbst und die andere Person entdecken, aber vor allem unsere gemeinsame Sexualität entdecken und neu schreiben, weil das verändert sich über die Jahre auch oft. Mein Tipp Nummer sechs ist, Gesprächsräume schaffen für Wünsche, für vielleicht sogar Verbesserungsvorschläge. Die meisten trauen sich das nicht. Und das während des Sexes zu machen, ist für viele auch total unpassend. Aber ich würde euch wirklich voll einladen, vorher und oder nachher darüber zu reden, was wünsche ich mir, was fand ich total toll. Also gerade am Anfang, wenn ihr noch ungelenkt mit den Gesprächen über Sexualität und sinnliche Begegnungen seid, kann es total sinnvoll sein, den Fokus auf das Positive zu lenken. Was hat mir gut gefallen? Was hat gut funktioniert? Was hat mir Freude gemacht auch darin, dich zu verwöhnen oder dir Dinge zu geben? Und an dieser Stelle sei nochmal die Wheel of Consent-Folge vermerkt, weil ich das Konzept ganz großartig finde in Bezug auf Sexualität. Mein Tipp Nummer sieben ist, aussprechen, wenn ich denke, das kann ich nicht sagen. Also ich will es nicht als generelle Regel sagen, dass immer dann, wenn ich denke, ich kann das nicht sagen, dass ich es dann aussprechen muss, aber der Impuls sollte auf jeden Fall sein, wieso denke ich denn, dass ich das nicht aussprechen kann? Wovor habe ich Angst? Wofür möchte ich es denn aussprechen? Also was ist meine Intention? Was ist meine Motivation? Was ist der Grund, warum ich es vielleicht aussprechen möchte und was möchte ich damit erreichen? Also wirklich zu hinterfragen, wenn ich denke, das kann ich auf gar keinen Fall sagen, ist das wirklich so? Und bei einem Satz oder einem Wunsch kann das sein, dass das Jahre dauert, bis ich rausfinde, was eigentlich der Grund dafür ist. Aber das kann sich lohnen, dieses, ich kann das auf gar keinen Fall sagen, zu hinterfragen und für sich zu gucken, okay, warum eigentlich und was will ich damit und wieso ist das für mich so ein No-Go? Und wenn die Antwort ist, naja, weil das für den anderen schwierig ist und ich Angst vor dem Konflikt habe, dann darfst du dich auch damit beschäftigen. Weil wenn Menschen miteinander zu tun haben, gibt es Konflikte. Das ist völlig normal. Die zu ignorieren heißt nicht, dass es keine gibt, sondern nur, dass ich sie nicht ausspreche und damit keine Chance auf Lösungen habe. Weil wie Herr Marshall Rosenberg immer wieder sagt, Wünsche haben eine viel größere Wahrscheinlichkeit, erfüllt zu werden, wenn ich sie ausspreche. Mein Tipp Nummer 8 ist, beim Sex durchaus zu unterscheiden. Was ist der Sinn dieses einen Sexes? Ist es das gute Nachtnummerchen, wie ich immer so sage? Also einfach, ich habe so einen stressigen Tag und wünsche mir so ein bisschen Begegnung und Verbindung und Körperkontakt. Und das muss kein großer Entwurf sein. Das kann einfach so ein ganz klassisches 10 Minuten vorm Schlafen gehen, Licht aus, einfach miteinander kommen. Oder dass nur eine Person kommt oder einfach ein bisschen sich miteinander beschäftigen. Und es kann aber auch so ein Bam-Moment sein. Es kann sein, dass ich heute so richtig Lust habe, mich vier Stunden, fünf Stunden damit zu beschäftigen und da wirklich zu unterscheiden, was will ich gerade, was brauche ich gerade, ist gerade der richtige Raum dafür da, kann ich das planen, möchte ich das lieber nicht planen, wenn ich es nicht plane, wie kriege ich es hin, dass ich das trotzdem kriege, kann ich es für mich alleine planen und die andere Person überraschen. Also unterscheide da, Sex ist nicht gleich Sex und guck, was du in dem Moment willst und brauchst und was wirklich möglich ist. Und was auch dein Gegenüber an der Stelle gut und wichtig findet. Mein Tipp Nummer 8 ist, deine Eigenverantwortung wahrnehmen und finden. Also was kannst du eigentlich tun? Wie kommst du raus aus dem Warten auf die andere Person, raus aus der Passivität, raus aus dem Wünschen und Sehnen, das nicht ausgesprochen wird? Also wo kannst du bitten? Wo kannst du Vorschläge machen, Angebote machen? Was kannst du eigentlich verändern? Und wo hindert dich auch die Einstellung daran, naja, es ist ja ein Gemeinschaftsprojekt, da immer mache ich das und die andere Person kann auch mal die Initiative ergreifen, dann sag halt genau das, sag, dass du das brauchst, dass die andere Person sich auch kümmert und frag ab, ob sie dazu bereit ist und es kann sein, dass sie das nicht ist, weil der jeweiligen Person, weil es bei der überhaupt keinen Leidensdruck gibt. Also hinterfrage, wenn du denkst, ich kann überhaupt nichts tun, sondern guck, was kannst du denn tun? Also guck lieber nach Lösungen und nicht nach Problemen. Mein letzter Tipp, Nummer 10, ist die eigene Sexualität entdecken. Und damit meine ich nicht unbedingt, aber auch deine Solosexualität, weil auch die kann ganz unterschiedlich sein. Es gibt den schnellen Orgasmus zum Stress Release, also um den Stress abzubauen. Es gibt aber auch eine lustvolle Solosex-Session, die drei Stunden dauert. Also, was willst du, was brauchst du? Was heißt für dich Sexualität? Reflektier für dich, warum will ich, wann, welchen Sex? Werd unabhängig von der anderen Person. Die ist nicht dafür zuständig, deine sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen. Selbst in einer Monogamie nicht, sondern du bist dafür verantwortlich. Und was kannst du tun, damit du das bekommst?
Wiederholung der 10 Tipps
Ich wiederhole die zehn Tipps nochmal. Nummer eins, das sexuelle Skript hinterfragen und gegebenenfalls anpassen. Nummer zwei, den Fokus weg von dem reinen Orgasmus hin zu den Worten, die für dich gut sind. Und vielleicht Lust, Sinnlichkeit, gute gemeinsame Zeit, Genuss. Schau, was für dich dein Fokus sein darf. Hinterfrag alle Müssen, die du in deinem Kopf hast. Was musst du denn wirklich? Nummer vier. Lust kommt üblicherweise in der Langzeitbeziehung nicht von alleine. Da darf ich für was tun. Und was könnte ich tun, das mir leicht fällt? Also da den Fokus wirklich auf Gelassenheit, auf Leichtigkeit, auf Freude, auf Genuss, auf Sinnlichkeit legen. Und gucken, was bringt mir Lust und wie befriedige ich meine Lust. Tipp Nummer 5 ist, dich mit einer Person auf eine gemeinsame Entdeckungsreise begeben. Am besten mit der Person, mit der du auch vorhast, Sex zu haben. Aber es geht auch mit anderen. Nummer 6, schaffe Räume für Gespräche. Während, vorher, nachher. Mach einen gemeinsamen Kanal auf im Messenger, wo es nur um Sexualität geht. Schreib Bücher miteinander, sodass die andere Person das lesen kann. Ja, guckt, wie ihr Räume schaffen könnt, wo Wünsche wertschätzend ausgesprochen und gehört werden. Nummer sieben. Sprich aus, wenn du denkst, das kann ich auf gar keinen Fall sagen. Guck, was brauchst du dafür und ist das wirklich notwendig? Was ist deine Intention? Was ist dein Ziel? Was ist deine Motivation? Tipp Nummer acht. Lerne Sex zu unterscheiden. Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Sexualität. Wann brauchst du was und erkenne, wann was möglich ist, auch für deine Partnerperson. Tipp Nummer neun. Finde deine eigene Verantwortung und nimm sie wahr. Komm raus aus dem Warten, komm raus in die Selbstermächtigung, gestalte deine Sexualität aktiv. Und warte nicht immer auf den anderen. Das ist wirklich nervenzerreibend ätzend. Und Nummer 10, entdecke deine eigene Sexualität. Werd unabhängig von der Partnerperson, ob das heißt, dass du mehr unter anderem Solo-Sex hast oder ob du einfach für dich losgehst und eure gemeinsame Sexualität irgendwie gestaltest. Das darfst du selbst entscheiden. Genau, jetzt sind wir schon wieder am Ende der heutigen Folge.
Aufruf: Transkripte nutzen
Ich habe wie immer einen kleinen Aufruf. Wir haben ja eine eigene Homepage und es gibt die Let’s Cast Homepage und auf beiden sind fast schon für alle Folgen Transkripte vorhanden. Und die kannst du für dich nutzen. Die kannst du durch die KI jagen und dir die fünf besten Erkenntnisse raussuchen. Da kannst du mitarbeiten, da kannst du die Sachen notieren. Am besten schreibst du es dir selber auf. Handschriftlich bleibt das im Hirn irgendwie besser, als wenn du das mit einer KI machst. Aber du kannst die KI natürlich auch nutzen. Also nutzt die Transkripte, nutzt unsere Social-Media-Kanäle, nutzt Communities. Wir haben Mastodon, wir haben eine Telegram-Gruppe, wir haben einen Insta-Kanal. Und wenn du da was anderes brauchst, als es gibt, schreib uns eine Nachricht. Vielleicht möchten wir das ja verändern. Also nutz die Transkripte, wie auch immer, aber entdecke sie zumindest, denn sie sind wirklich schon ganz schön cool. So, und jetzt wünsche ich dir noch einen fantastischen Resttag und danke für deine Aufmerksamkeit. Wie schön, dass du bei der heutigen Folge dabei warst. Wir freuen uns, wenn du etwas Wertvolles mitnehmen konntest. Vielleicht magst du es dir kurz notieren? Gab es einen Aha-Moment? Möchtest du etwas vom Gesagten umsetzen? Gibt es jemanden, mit dem du die Folge diskutieren möchtest? Geh für dich los und mach dein Leben lebenswerter. Und vergiss nicht, jede Person darf fühlen, was sie fühlt und hat gute Gründe für alles, was sie tut. Also sei verständnisvoll mit dir und mit deinen Herzensmenschen. So geht’s.
