Feiern lernen: Warum bewusstes Anerkennen gut tut – und was uns oft davon abhält. 3 Jahre MoPoCo und ein Blick nach vorn.
In dieser Jubiläumsfolge zum 3. Geburtstag von MoPoCo spricht Sonja darüber, was echtes Feiern bedeutet: nicht Konfetti, sondern bewusstes Anerkennen und Auskosten dessen, was gelungen ist. Sie zeigt, warum das positive Trainieren wirkt, wo kulturelle und persönliche Hürden liegen – und teilt eigene Feiermomente aus Team und Community. Zum Schluss gibt’s einen Ausblick: Tools aus Transkripten, Social‑Formate und mehr.
📌 Themen dieser Folge:
Was „feiern“ wirklich heißt: Anerkennen, Aussprechen und Ganzkörper‑Erleben positiver Momente
Warum Positivfokus wirkt: Dankbarkeit, Hormone, Resilienz und Handlungsfähigkeit
Feiern als Ressource: bessere Gespräche, Gegenpol zur Kritikkultur, Stärkung von Motivation
Hindernisse: „Eigenlob stinkt“, Scham, Angst vor Arroganz/Neid – und wie reflektiertes Eigenlob gelingen kann
Erlaubnis zu Wohlbefinden: innere Blockaden prüfen (u. a. Impuls zu Byron Katie/The Work)
Persönliche Highlights: Podcast‑Pause und Neuaufstellung, Impulsfolgen, Community‑Feedback, erste Werbedeals, Teamarbeit
Formate & Favoriten: Eifersucht, Interviews (u. a. mit Dirk, Simon), Transkripte als Zugang
Ausblick: KI‑gestützte Tool‑Extraktion, kompakte Social‑Inhalte, mehr/differenzierte Gästy
Fazit mit politischem Kontext: Feiern stärkt Resilienz, Sichtbarkeit, Toleranz und Solidarität
💡 Das Wichtigste in Kürze:
Feiern ist eine Praxis: benennen, fühlen, auskosten.
Positive Sicht trainieren verändert Wahrnehmung, Stimmung und Möglichkeiten im Alltag.
Reflektiertes Eigenlob ist gesund – Selbsterlaubnis macht den Unterschied.
Sichtbares Feiern stärkt Teams, Community und Gesprächskultur.
🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
MoPoCo‑Website mit Transkripten: mopoco-podcast.de
Community auf Telegram: MoPoCo‑Community
Erwähnte eigene Folgen:
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Credits:
🎧 Danke fürs Zuhören – lass uns gemeinsam die Welt liebevoller und verständnisvoller machen – für dich, für deine Beziehung, für alle! ❤️
Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
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Intro
Intro
Willkommen bei Mono, Poly & Co., dem Non-Profit-Wissens-Podcast für Beziehungen in allen Formen. Ich bin Sonja Jüngling, Paar- und Sexualberaterin und außerdem Beziehungsbegeisterte, Abenteurerin und Gegensatzaushalterin. Mein wundervolles Team und ich liefern dir frei Haus und kostenlos alles, was du für die individuelle Gestaltung deiner Beziehungen benötigst. Mit ganz praktischen Tipps, Insights und Interviews. Schön, dass du für dich losgehst. Nutz gern zusätzliche Unterstützungsangebote und schaff Raum für das, was dich bewegt. Und nun viel Spaß mit der heutigen Folge.
Einleitung
Hallo zusammen, heute gibt es eine ganz, ganz, ganz, ganz, ganz besondere Folge,
Einleitung
denn tadaa, MoPoCo wird drei Jahre alt. Unfassbar, 14. September oder 17. September 2023 haben wir die erste Folge rausgebracht und jetzt sind wir drei Jahre dabei. Das bedeutet, dass wir fast 130.000 Downloads hatten und über 50.000 gehörte Folgen. Und das muss gefeiert werden. Ich muss auch gerade mal gucken, wie viele Folgen wir überhaupt gemacht haben. Ich glaube, das ist die 144. Folge. Unglaublich. Ja, warum solltest du die Folge trotzdem hören? Weil es geht nämlich gar nicht die ganze Zeit um MoPoCo, sondern es geht ums Feiern. Denn wir wären ja kein Wissenspodcast, wenn hier auch in dieser Folge nichts Hilfreiches wäre. Also du solltest die Folge hören, wenn du wissen willst, was sich ordentlich feiern verändern kann und wie das geht. Und als ganz besonderes Schmankkerl erfährst du heute ein paar ganz persönliche Feiermomente von mir und auch ein paar Sachen aus dem MoPoCo-Team. Wir reden auch darüber, warum uns das so schwerfällt, uns zu feiern und warum eben trotzdem, wir wissen, dass es so eine wirksame und eigentlich einfache Technik ist, das nicht oft genug anwenden. Genau, darüber rede ich heute.
Ausblick
Ein Ausblick, wie immer, gibt es eine kleine Definition. Dann rede ich darüber,
Ausblick
warum es sinnvoll ist und warum es uns schwerfällt Und dann rede ich darüber, was ich feiere und was unser Team feiert. Und dann gibt es noch einen kleinen Ausblick auf MoPoCo, was ihr zu erwarten habt die nächsten Monate, Jahre. Und natürlich gibt es wie immer ein Fazit.
Definition Feiern
Okay, die Definition. Also was meine ich, wenn ich sage, wir sollten uns mehr feiern?
Definition Feiern
Ich meine damit, dass wir mehr darüber sprechen oder nachdenken sollten, was toll war und dass wir auch mehr über das Sprechen oder Nachdenken sollten, worauf wir stolz sind. Also nicht nur das war toll, sondern auch ich habe das toll gemacht und das auch ausdrücken und dem Raum geben. Und das im Idealfall, also deswegen ja feiern und nicht nur aussprechen, im Idealfall entsteht dabei auch ein Gefühl, ein Feiergefühl oder eine Freude oder eine Dankbarkeit oder sowas. Und wenn ich sowas bemerke, also wenn ich mit anderen das mache und sage, das fand ich toll, dann resultieren daraus auch oft Komplimente. Also wenn ich über Feiern spreche, dann meine ich Wertschätzung ausdrücken, Stolz ausdrücken, Lob ausdrücken, komme ich später noch drauf, was ich mit Lob meine. Das alles ausdrücken, meine ich, wenn ich über Feiern rede. Und zwar nicht, wenn ich heute über Feiern rede, rede ich nicht davon, dass du dir eine Flasche deines Lieblingsgetränks nimmst und in irgendeine Disco verschwindest oder eine Party machst oder Girlanden oder Konfetti durch die Gegend wirfst, sondern ich meine tatsächlich, dich selbst und das, was um dich herum geschieht, feiern und genießen und hervorheben. Genau. Warum ist das so wichtig? Also ich erzähle da sicherlich nichts Neues,
Was macht das
dass Dankbarkeit und Dankbarkeitstagebücher ein echter Game Changer sind,
Was macht das
was so Heilung und Prävention zum Beispiel von Depressionen betrifft. Und tatsächlich ist unser Hirn auf das positive Trainieren einfach wirklich total sinnvoll. Das verändert den Hormonhaushalt, das sorgt einfach dafür, also ich meine, da gibt es zig Studien, dass Menschen glücklicher sind, wenn sie voller Optimismus und Zuversicht durch die Welt laufen. Das heißt nicht, dass ich total illusorisch alles auf den grünen Klee lobe. Nein, ich sollte schon realistisch sein und gleichzeitig macht es einfach total, also viel mehr Sinn, das zu bemerken, was positiv ist, als das zu bemerken, was negativ ist, weil das ist ohnehin laut genug und das merke ich ja. Da brauche ich mich nicht absichtlich drauf zu fokussieren. Unser Hirn fokussiert sich automatisch auf die negativen Sachen, weil, es eben, ich habe es schon hundertmal gesagt in diesen drei Jahren, dass für unser Hirn es eben wichtiger war, zu wissen, wo der Säbelzahntiger wohnt, als wo die guten Himbeeren schmecken. Und deswegen dürfen wir unser Hirn ein bisschen trainieren. Und der Blick auf das Positive macht also glücklich, Gewohnheitsveränderungen in die Richtung sind Depressionsprävention und Heilung und. Verändern den Hormonhaushalt und sorgen dafür, dass es uns insgesamt besser geht. Außerdem finde ich so eine glashalbvoll-Mentalität insgesamt auch total angenehm. Also ich mag Menschen sehr, die so durchs Leben laufen. Blick auf positive Macht außerdem extrem wirksam, denn, das habe ich auch schon oft gesagt, Es ist immer viel wirksamer, wenn ich nicht aus Vermeidung von schlechten Gefühlen irgendwas nicht mache, als wenn ich etwas tue, was mir gut tut, weil ich gute Gefühle haben will. Also es ist immer sehr viel wirksamer, nicht voller Angst zu denken, ich darf auf gar keinen Fall an den rosa Elefanten denken, weil der macht mir Angst, sondern zu denken, ich möchte viel lieber daran denken. Wie gerne ich in Wangerooge am Strand sitze und den Wellen zuhöre. Das macht einfach gleich ein ganz anderes Gefühl und macht dich damit wirksamer, weil du viel, viel mehr auf Möglichkeiten und Möglichkeitsräume guckst und dein System einfach ein bisschen anders programmierst. Und wenn meine Tochter diesen Podcast jetzt gehört hätte, dann würde sie auf dem Boden liegen verlachen, weil ich wirksam gesagt habe und nicht wirksam. Genau. Dann, was wir an der Stelle auch nicht vergessen dürfen. Also ich habe ja gesagt, dass, also wenn ich über Feiern spreche, dass es auch Sinn macht, wenn ich nicht nur sage, das hat mir gut gefallen, sondern wenn ich es wirklich fühle, wenn ich mich dahin gebe und dieses Gefühl in meinem Körper lebendig werden lasse. Und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob Manifestieren funktioniert. Gibt bestimmt Studien dagegen, gibt bestimmt Studien dafür. Also für die, die nicht wissen, was es ist, das ist so eine ganz beliebte Technik in irgendwelchen Coaching Spaces. Das bedeutet, dass wenn ich so denke, mich immer darauf fokussiere zum Beispiel, dass ich ein Millionärin werde, dass ich das dann quasi dadurch mit unterstützen kann. Und ich habe keine Ahnung, ob das funktioniert oder nicht. Aber wenn ich durch eine Haltung Schönes in mein Leben holen kann und mich gleichzeitig durch die Hormone besser fühle, dann sehe ich überhaupt keinen Grund, das nicht zu machen. Das heißt, es wäre halt wichtig, da eine Whole Body Experience draus zu machen, also zu gucken, wenn ich was feiere, dass ich es auch wirklich fühle, wenn ich es sage, oder wenn ich es denke und da mich wirklich hinzugeben und das nicht nur im Vorbeigehen zu machen, sondern richtig auszukosten. Und wenn ich das mache, den Blick aufs Positive und die negativen Sachen nicht so groß werden lasse, dann habe ich auch mehr Möglichkeiten, weil ich muss ja, also es wird Tage geben, da musst du das Gute suchen. Und dann fallen dir, also ich mache das schon seit einer Weile und dann fallen mir zumindest immer wieder Sachen auf, die ich das nächste Mal besser tun könnte. Oder ich stelle plötzlich fest, ah, wenn das das Beste deines Tages war. Dann gefällt dir wohl das und das. Also ich lerne mich dadurch auch besser kennen und habe dadurch mehr Möglichkeiten, wie ich mit meiner Umwelt umgehen kann. Außerdem, wenn ich mit Leuten da sitze und wir wissen nicht, was wir zu erzählen haben, wir Deutschen sind sowieso häufig so Sauertöpfe, dann ist darüber zu reden, was war heute das Beste, was dir passiert ist oder was gefällt dir auf dieser Veranstaltung besonders gut. Also das ist ein Smalltalk-Thema, womit ich leben kann. Also ich rede auch gerne mal über das Wetter, vor allen Dingen, wenn es mich wirklich bewegt. Aber so zu fragen, ey, was ist dir heute Gutes passiert oder was war in der letzten Woche dein Highlight oder worauf freust du dich? Ja, also das sind doch Fragen, die einfach total schön sind und viel bessere Gesprächsinhalte, als auf einer Tagung da zu sitzen und zu sagen, ja, also auch sehr unbequeme Stühle hier, oder? Ja, also es ist ein voll nicer Gesprächsinhalt. Und außerdem ist es natürlich ein fantastisches Gegengewicht zu ausgesprochener Kritik, die in Deutschland und in Verbesserungskontexten immer eher genannt wird als Lob. Und da ein Gegengewicht zu haben, ist doch super toll. Also wenn ich nach einer Sitzung oder nach einem Vortrag frage, könnt ihr mir Feedback geben, dann ja, da kriege ich auch Lob, aber oft kriege ich eben auch Kritik. Und da sind Sachen, die einem gefallen, einfach total wichtig. Also auch MoPoCo kriegt ja immer wieder E-Mails, da sind Vorschläge drin. Da sind Kritiken drin, allerdings sehr wenig und auch da sind Feiermomente drin. Und wenn dann aber mal wieder was kommt, was schwer war oder wenn man selber nicht zufrieden ist mit irgendwas oder wenn ein Fehler unterlaufen ist, dann sind solche Mails, die wir von euch bekommen, die wir uns ganz, ganz herzlich bedanken, das mache ich auch später noch, sind einfach total Gold wert, da den eigenen angekratzten Selbstwert wieder aufzubauen und der eigenen Kritikerin das Maul zu stopfen. Das ist einfach total, total wichtig. Und ich finde außerdem es wichtig zu feiern und die guten Momente und guten Aspekte anzugucken, weil wir sind ja eine Gesellschaft von Rechthabern und AnwältInnen. Also das ist vielleicht auch ganz gut so, weil viele Menschen muss man mit Regeln. Irgendwie, also ich glaube, dass es schon eine gute Idee ist, gemeinschaftlich beschlossene Regeln zu haben, an die man sich halten muss und die auch geahndet werden, wenn sie nicht gemacht werden. Aber, Am Ende sorgt das dafür, dass alle Regeln, die wir haben, eigentlich nur von den lauten Meckerschreihälsen bestimmt werden. Also das Lieblingsbeispiel ist ja, also es ist ein Mythos wahrscheinlich, aber irgendwann war es vielleicht mal so, dass in Amerika der Kaffee nur noch lauwarm serviert wird, weil sich zwei Leute beschwert haben, dass sie sich verbrannt haben. Und dann mussten 180 Millionen Menschen zu kalten Kaffee trinken. Und also wenn man das so in Relation gesetzt hätte, wenn die 180 Millionen, eine total ausgedachte Zahl by the way, wenn die 180 Millionen gesagt hätten, also ich glaube, wir können schon damit leben. Also wir können ja einfach was draufschreiben und dann den Kaffee trotzdem heiß machen. Also wahrscheinlich ist das jetzt auch so. Aber also versteht ihr, was ich meine? Also wenn wir immer das machen, was einzelne Personen zu meckern haben, und das passiert in Deutschland leider und vielleicht auch in anderen Ländern, dann gehen die guten Sachen oft weg oder unter, weil einfach niemand gesagt hat, dass das toll ist. Ja, wenn ich auf unsere Kritiken gucke, dann hilft das schon auch einzuordnen, wenn da ein Mensch ist, der sagt, die Folge fehlt mir total oder das könntet ihr besser machen. Am Anfang war zum Beispiel mein Sprechtempo, heißt das Diskussionsthema. Da auch wirklich zu gucken. Und das habt ihr als Community wirklich super toll gemacht, dass eben auch die Leute sich gemeldet haben, die gesagt haben, nee, ich finde es eigentlich gut, wie es ist, weil ich kann Sonja ja zur Not langsamer stellen. Aber es geht halt, also wenn ich mich zu sehr reglementiere, auch ein bisschen Drive verloren. Und so ein bisschen Lebendigkeit ist ja beim Podcast hören vielleicht auch ganz gut. Und es hat uns wahnsinnig geholfen, sowohl, dass die Leute, die damit Probleme haben, sich ausgedrückt haben. Und zwar nicht nur mit einem, das war scheiße, sondern wirklich genau gesagt haben, was ich besser machen könnte, was ich auch versuche umzusetzen. Und dass aber eben auch die Menschen, die das gut finden, wie es läuft, gesagt haben, naja, aber das finde ich schon auch toll. Und das finde ich toll, sodass wir eine differenzierte Meinung uns daraus bilden konnten. Also ich finde Wertschätzung und das zu benennen, was gut ist, wichtig, damit eben die lauten Schreihälse nicht bestimmen, wie das Leben läuft, nur weil die zufriedenen, ruhigen, die meistens in sehr viel größerer Anzahl sind, nichts sagen. Genau und der letzte Punkt, ich habe ihn gerade nur so nebenbei erwähnt, die innere Kritikerin, die haben wir alle in uns, weil unser Hirn ja eben auf das Negative gebiased ist und da ist es total wichtig, im Außen auch mal Bestätigung zu bekommen, und Rückmeldung, wie andere Personen das sehen. Also, warum sage ich, dass Feiern Spaß macht? Der Blick aufs Positive macht glücklich und wirksam. Keine Ahnung, ob Manifestieren funktioniert, aber wenn ich durch gute Gedanken, und eine andere Haltung vielleicht eine Million manifestieren kann, dann sehe ich überhaupt keinen Grund, das nicht zu machen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist. Aber hey, ich spiele ja auch manchmal Lotto. Da ist die Wahrscheinlichkeit auch gering. Genau, ich habe insgesamt mehr Möglichkeiten, wenn ich mich auch auf das Gute fokussiere, weil ich einfach mehr lerne von mir und auf mehr Ideen komme. Es ist außerdem voll netter Gesprächsinhalt und viel angenehmer als viele andere Themen, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die ich vielleicht noch nicht so gut kenne. Es ist ein total gutes Gegengewicht zu ausgesprochener oder geschriebener Kritik, die in Deutschland und in Verbesserungskontexten immer sehr laut ist. Sie ist ein total gutes Gegengewicht zu unseren immer vorhandenen und lauten inneren Kritikerinnen, die übrigens auch mal in eine GfK-Schule oft gehen können. Und das kann helfen bei dem Phänomen der in Anführungsstrichen lauten Beschwerden.
Warum fällt es schwer
So, wenn wir das alles wissen, wieso machen wir das denn dann nicht?
Warum fällt es schwer
Ja, wieso fällt uns das so schwer? Naja, also viele Menschen erlauben sich selber nur ganz schlecht gute Dinge aus. Also es braucht eine Selbsterlaubnis, aber es braucht auch eine gesellschaftliche Erlaubnis, weil wir haben so viele Glaubenssätze, zum Beispiel Eigenlob stinkt. Was ist denn das für ein beklopptes Ding? Ich habe heute Morgen mit meinen Kindern am Frühstückstisch über Hochbegabung geredet. Und dann hat mein Kind gesagt, ich würde nie von mir selber sagen, dass ich hochbegabt bin. Wo ich denke so, warum denn nicht? Du sagst doch auch, dass du nicht gut rennen kannst oder dass du es schade findest, dass du nicht größer bist. Oder keine Ahnung, du sagst doch auch die negativen Sachen. Wieso darfst du die positiven Sachen nicht sagen? Und da stehe ich wirklich zu. Also solange das nicht super arrogant ist und quasi keine andere Meinung zulässt, solange es reflektiert und nicht totaler Schwachsinn ist, finde ich, möchte ich das gern hören. Also wenn ich jemanden frage, bist du gut darin, was weiß ich, Podcastaufnahmen zu machen, dann hilft mir das natürlich, wenn die andere Person da ehrlich ist. Und ich finde so ein, ach, ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen, damit kann ich voll gut umgehen. Also ja. Ja, also ich habe letztens auch jemanden getroffen, der war extrem von sich selbst überzeugt und extrem arrogant und hat sich selbst wirklich über den grünen Klee gelobt. Also das finde ich dann auch nicht schön, aber ich kann das doch neutral erwähnen, wenn ich zwischendurch auch sage, dafür kann ich das wirklich überhaupt nicht gut. Also ich finde nicht, dass Eigenlob stinkt. Ich finde, Eigenlob stimmt. Das ist übrigens ein Spruch, der aus meinem Team kam, den ich noch nicht kannte und den ich sehr schön finde. Naja, und es gibt halt so ein paar gesellschaftliche Ideen, dass das unschick wäre oder unfein. Und ich denke mir immer, also Bescheidenheit, dass das so ein toller Wert ist. Und ehrlich gesagt, also du darfst mir gerne schreiben, wenn du findest, dass Bescheidenheit ein guter Wert ist. Großspurigkeit muss das Gegenteil nicht sein. Aber warum muss ich bescheiden sein? Also ich verstehe es überhaupt nicht. Pippi Langstrumpf hat gesagt, oh, das habe ich noch nie gemacht. Also gehe ich davon aus, dass ich das kann. Wie schön, dass ich nicht mit Angst durch die Gegend laufe und mich kleiner mache. Das kann natürlich an meiner Sozialisierung liegen, weil ich war lange im Personalmanagement und habe manchmal wirklich innerlich geweint, wenn da eine hochkompetente Frau sowas sagt wie, ja, ich könnte mir schon vorstellen, mich für die Stelle zu bewerben und dann ihr männliches Pendant gesagt hat, ja klar kann ich das, obwohl ich genau wusste, der hat nicht halb so viel Kompetenzen. Ich will das nicht verallgemeinern, das ist natürlich nicht grundsätzlich so und es verändert sich gerade ganz viel. Aber naja, diese Frauen haben Bescheidenheit als Wert übernommen, obwohl, wie gesagt, ich finde da ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob das wirklich ein Wert ist. Also wenn du da eine Meinung zu hast, schreib mir gern. Vielleicht gibt das ja auch positive Eigenschaften, aber es gibt ja so ein paar Sachen, wo ich einfach den Sinn nicht sehe. Warum fällt es uns außerdem schwer, uns selber zu feiern oder Dinge in unserem Leben zu feiern? Wir wollen keine Angeber sein, Angeberinnen sein. Und das kann ich verstehen, weil, also, ich finde es schon ein bisschen tricky, ein gutes Maß zu finden. Also ich möchte nicht durch meinen, dass es mir richtig gut gelungen, bei anderen Menschen Selbstzweifel hervorrufen und gleichzeitig bin ich für die Selbstzweifel der anderen Menschen zuständig. Nein, eigentlich nicht. Also ich sollte dabei schon sensibel sein und eine gute Balance haben. Wenn ich jetzt immer nur über das Positive rede und wirklich aus Scheiße Gold mache, dann weiß ich auch nicht. Dann weiß ich auch nicht, ob das Sinn macht. Aber ich habe zum Beispiel mit meiner Schwester eine Das Beste des Tages Liste und da versuche ich schon den Fokus auf das Positive zu setzen. Und Menschen könnten damit natürlich ein Problem haben, dass sie sagen, naja, aber dann spielt das Negative gar keine Rolle. Aber es spielt schon eine Rolle. Also wenn ich zum Beispiel einen Streit mit meinem Sohn habe und dann bin ich hinterher stolz darauf, dass ich das einigermaßen gut gelöst habe, dann findet das Negative ja trotzdem Raum, aber eben aus einem anderen Blickwinkel. Aber klar, das kostet Kraft, uns umzugewöhnen und es kostet auch Kraft, sich das zu erlauben und nicht zu denken, oh, verletze ich jetzt jemanden? Ist das schwierig für jemanden? Das kostet Kraft. Und manchmal komme ich mir vielleicht auch albern vor, wenn ich dann abends auf den Tag gucke und denke, das Beste, was mir heute passiert ist, war die Tasse Kaffee. Oder. Weiß ich nicht, vielleicht auch was, was gesellschaftlich gar nicht so anerkannt ist. Also, dass ich vielleicht einen gehässigen Moment hatte oder. Ja, dass ich mich einfach über was freue, was gesellschaftlich nicht so anerkannt ist oder was einfach nicht groß ist oder was andere Menschen vielleicht belächeln würden. Ja, dass ich mich getraut habe, eins meiner Kinder ist ein bisschen schüchtern, also eigentlich sind beide schüchtern, was unglaublich ist, wenn sie meine Kinder sind, aber gut. Die trauen sich manchmal nicht, an der Kasse nach einer Tüte zu fragen und wenn die dann sagen, boah, ich habe heute an der Kasse nach einer Tüte gefragt und ich bin total stolz drauf, dann kommen sie sich manchmal albern vor, weil sie denken, für andere ist das Normalste der Welt, aber für sie eben nicht. Und ehrlich gesagt glaube ich, dass es für viele Menschen gar nicht das Normalste der Welt ist und da dürfen wir durchaus was feiern und ich finde, ja, ich finde das ganz schade, aber das ist natürlich auch einer der Gründe. Ich komme mir albern oder schlecht oder blöd vor. Und außerdem habe ich im Kontakt mit meinem Team gemerkt, die wollten nämlich alle, fanden es alle eine gute Idee, was beizutragen und haben dann gemerkt, boah, das ist was voll Persönliches. Ich mag dir gar nicht sagen, was ich das Beste finde, weil dann ist das irgendwie draußen in der Welt und alle wissen das über mich. Und das kann ich total gut nachvollziehen, weil es war schon auch ein Prozess mit mir und all dem, was ich so teile in der Welt zu sein, zumal ja immer wieder die Ängste entstehen, also ich bin eine feministische Frau, die hören ja, also wenn ich mir so Dunja Hayali oder Carolin Kebekus angucke, was die teilweise für Nachrichten kriegen, ich weiß gar nicht, ob ich das aushalten würde und ich kann nur sagen, ey, ein Hoch auf die MoPoCo-Community, ich hab, wir als Team haben noch keine unflätige Nachricht bekommen, also keine Aufforderung, das zu ändern, sondern jede Kritik wurde sehr wertschätzend, geäußert und dafür danke ich euch sehr und die bekommen alle eine gescheite Antwort und also hoffe ich gescheit, also ich gebe mir Mühe, ich versuche sie gescheit zu machen, wenn das nicht das Richtige ist, sprich bitte mit uns, also zumal ich nicht alle Antworten natürlich selber mache, aber ja, ich bin super dankbar, ich hätte nicht damit gerechnet, dass bei diesen Zahlen dass bei diesen Zahlen so wenig Negatives bei rumkommt, also darüber freuen wir uns immer total. Genau. Und warum fällt es uns so schwer? Naja, manchmal gibt es einfach auch wenig. Es gibt Tage, da gibt es wenig zu feiern. Und gerade dann ist es super wichtig zu gucken, und was hat mir gut gefallen? Und wenn gut nicht passt, dann was war nicht ganz so schrecklich? Also ich merke das manchmal in der Beratung, wenn ich frage, womit könnte es dir besser gehen? Dann kommt so eine Antwort, die im Grunde genommen sagt, nichts kann dafür sorgen, dass es mir besser geht. Außer, dass meine Partnerperson sich verändert. Und dann formuliere ich die Frage um und frage, was könntest du tun, damit es weniger schlimm wird? Oder damit es ein Müh weniger schlimm ist? Und daran merke ich ganz oft, das mag nicht immer zutreffen, aber ganz oft, dass die Menschen sich gar nicht erlauben können, dass es ihnen gut gehen darf. Ach, das tut mir so leid. Und ich wünschte, also wenn ich mit dieser Folge dabei helfen kann, dass Menschen sich erlauben, dass es ihnen gut geht, weil jeder und jede, die das gerade hört, und jedes, das das gerade hört, ey, du hast es verdient, dass es dir auch gut geht. Also mit verdienen ist das immer so eine Sache, aber ich, also… Das Leben besteht aus Gut und Schlecht und natürlich darfst du auch Gutes haben, egal was du gemacht hast, egal, du darfst natürlich auch gute Momente haben. Ich finde nicht, dass irgendwas, was ich Schlechtes gemacht habe, rechtfertigt, dass ich schlecht behandelt werde. Also da gibt es sicherlich Grenzen, es gibt bestimmt so ein paar Leute, die uns jetzt einfallen, wo wir sagen, die haben vielleicht nichts Gutes verdient, aber so grundsätzlich der Durchschnittsmensch, also da bin ich voll von überzeugt, dass jede Person was Gutes verdient hat und dass es dir gut gehen darf. Und falls du einen Glaubenssatz hast oder merkst, dass der in dir ist, guck mal bei Byron Katie vorbei und guck mal, ob du den verändern kannst, weil das tut mir einfach leid, das ist einfach unnötig und auch nicht fair. Genau, also, warum fällt es uns so schwer? Wir haben oft keine Selbsterlaubnis, oft sind gesellschaftliche oder glaubenssatzmäßige, Sachen, die uns das verbieten. Es kostet Kraft, vor allen Dingen die Umgewöhnung, es kommt mir manchmal doof oder albern vor. Es ist oft was sehr Persönliches, aber dann mach es wenigstens mit dir selber, wenn du es niemandem erzählen willst, was ich voll verstehen kann. Und oft gibt es auch wenig, aber oft gibt es auch richtig, richtig viel und dann darfst du auch richtig, richtig viel feiern.
Was feiern Sonja & Team
Also ich habe jetzt die Definition, was es macht. Ich habe, warum es uns schwerfällt,
Was feiern Sonja & Team
drüber geredet. Und jetzt möchte ich darüber reden, was ich feiere. Also, was mir als erstes eingefallen ist, ist, dass ich mich getraut habe, im Januar drei Monate keine Folgen zu machen. Obwohl, keine stimmt ja nicht. Dadurch sind die Impulsfolgen entstanden. Dazu erzähle ich aber später was. Aber das war echt krasser Scheiß. Also da hat mir das Team auch so viel geholfen. Also die haben mich so unterstützt. Dankeschön dafür. Und das war eine so gute Entscheidungsfindung, das zu machen. Und diese drei Monate, wir haben ja Meetings zwischendurch gehabt. Ich habe Folgen aufgenommen, so Impulsfolgen. Und also das war wirklich eine total gute Erfahrung, weil wir da ja auch umstrukturiert haben und neue Intros aufgenommen haben und so. Und ich hatte da so viel Angst vor. Und ich bin so froh, dass wir es gemacht haben, weil es den Podcast wirklich besser gemacht hat, obwohl uns das in den Zahlen ganz schön die Füße weggehauen hat. Aber das wussten wir ja vorher. Genau, also das feiere ich total. Und da feiere ich auch mein Podcast-Team, was da wirklich so großartig mitgemacht hat. Ich feiere mich außerdem dafür, dass ich resilient as hell bin. Also Resilienz bedeutet ja, dass ich die Fähigkeit habe, mich selber wieder aufzubauen und nicht direkt umzufallen wegen jedem kleinen Windhauch. Und also dass ich im Grunde genommen, dass ich ein kleines Stehaufmännchen bin, also der Sommer 25, da sind innerhalb von kurzer Zeit wirklich schlimme Dinge passiert, im Außen, im Innen, durch andere Menschen, durch mich selber, durch meine Erfahrungen und Gewohnheiten und dass ich es geschafft habe. Das letzte halbe Jahr noch hinzukriegen und Podcast-Folgen aufzunehmen und dass das Team auch das ausgeglichen hat, dass ich teilweise wirklich kurzfristige Folgen aufgenommen habe, da bin ich wahnsinnig dankbar für. Und auch, also die waren auch total belastet. Ja, also das feiere ich total, dass wir uns davon erholt haben und der Podcast nicht eingestampft werden musste. Und dass wir jetzt, ja, im Grunde genommen besser weitermachen als vorher. Und das finde ich richtig geil. Naja, was feiere ich außerdem? Alter, fast 130.000 Downloads. 51.000 gehörte Folge. Das muss man sich mal vorstellen. Stellt euch mal vor, 51.000 Leute. Also ich finde das unvorstellbar. Ich werde schon nervös, wenn acht Leute mich angucken, wenn ich was sage. Und 51.000, Alter. Und das, obwohl, also wir fragen natürlich auch immer wieder KI, wie sind wir denn im Vergleich und so, weil wir stinken da total ab. Aber die meisten Podcasts, die über Beziehungen sprechen und ganz weit vorne sind, die haben halt berühmte UnterstützerInnen. Die sind von der ARD oder die sind SchauspielerInnen oder was weiß ich. Und wir haben das, wir verdienen kein Geld damit, wir haben kein irgendwie Institut im Hintergrund, das Werbung für uns macht, wir machen das alles selber. Und Alter, also wenn ich mir überlege, wie Lu am Anfang, dass du das alles alleine geschafft hast, ey, und ich weiß noch, am Anfang hast du acht, neun Stunden an einer Folge geschnitten, wie geht das? Und auch jetzt, also wirklich, Alex, was du uns mit diesem Tool geschenkt hast, und Ina und Rena und Sarah und Mai und Timothy und Matthias und. Wie sie alle heißen, ey, ich feiere uns total, dass wir das geschafft haben, ohne Kohle. Einfach nur, weil wir es geil fanden und dass wir sowas Tolles auf die Beine gestellt haben, das feiere ich total. Ich feiere euch als Community. Mein Gott, haben wir schöne Mails bekommen. Mein Gott, freue ich mich immer wieder über die Kommentare bei Spotify. Und natürlich auch an anderen Stellen, in der Telegram-Gruppe, auf Mastodon und überhaupt. Aber bei Spotify zum Beispiel. Vulvina, herrliche Wortkreation. Übernehme ich in meinen Wortschatz. Danke dafür und für deinen tollen Content. Oder ich könnte dir stundenlang zuhören. Eine sensationelle Folge. Vielen Dank dafür. Das hat mich gut mitgenommen. Viele Daumen hoch und Herzchen. Oder zum Beispiel hier. Sehr schöne Folge und Interview. Der Lebensweg des Gastes war einerseits sehr bewegend und andererseits auch erfrischend. Schön zu sehen, was ein Aufeinander zugehen und Miteinander reden mit einem Menschen verändern kann. Empathie ist der Schlüssel zum Verständnis. Also da sind zum Teil auch wirklich so feine, Erzählungen drin, was da, was das mit euch gemacht hat und was gut war und was, also wie gesagt, Selbstkritik ist total achtsam ausgedrückt und das mag ich einfach total gern, da bin ich super, super dankbar für und auch die Spenden, ja, also wie viele Leute uns einfach Geld geben dafür, dass wir diesen Content machen, das ist einfach so, so schön, und das drückt einfach Wertschätzung aus. Ich habe auch mal mit jemandem gesprochen, der hat Sprüche von mir auf seiner Pinnwand an der Wand hängen. Also wirklich so Schönes und immer weiter her damit, weil letztendlich machen wir es halt für Sinnhaftigkeit und ein bisschen auch für Bestätigung und schöne Gefühle und deswegen immer her damit. Neben den Spenden, die ich jedes Mal total feiere, feiere ich auch einen ersten Werbedeal. Also es ist nicht so, dass wir losgegangen wären, um Werbung machen zu wollen. Nee, wollten wir ja nicht, aber dann haben die uns angesprochen und die wollten uns einfach Geld geben. Und also alleine, dass wir gefunden werden und dass jemand auf die Idee kommt, dass wir mächtig oder genug Reichweite haben, dass das Sinn macht, uns Geld dafür zu geben. Wie großartig. Und das hilft uns natürlich total, gutes Equipment zu haben. Ich habe mir jetzt wieder Mikrofonständer geholt. Ja, damit die Qualität einfach noch besser ist. Und dass ich darüber nicht nachdenken muss, ob ich mir das jetzt von meinem Business leisten kann oder nicht, finde ich einfach ganz, ganz großartig. Dann, worauf bin ich noch stolz oder was feiere ich noch? Ich feiere besondere Folgen, wo ich mir dann auch ein bisschen stolz erlaube. Also zum Beispiel diese Folge Grenzen setzen ist keine Pädagogik. Die empfehle ich immer mal wieder meinen Klientinnen und die ist wahnsinnig praktisch und ich finde sie wahnsinnig anschaulich und ich kriege wahnsinnig gutes Feedback dafür. Das ist einfach eine gute Folge. Oder die DS-Folge. Die habe ich letztes Jahr aufgenommen. Da hatte ich mich so drauf gefreut und dann ist sie in der Phase gekommen, wo ich damit total gestruggelt habe und ich habe es trotzdem hingekriegt. Und darauf bin ich total stolz und auch dankbar, dass die Folge trotzdem gut angekommen ist und ich jetzt nicht den totalen Shitstorm gekriegt habe. Und ich bin auch total stolz und dankbar für diese Impulsfolgen-Idee. Also wie geil ist das denn? Weil manchmal lohnt es sich gar nicht, aus einem Gedanken, den ich habe oder aus einem Gedanken, den meine Teammitglieder rausbringen, eine ganze Folge zu machen und euch dann mal was ganz Kurzes zu schenken, ohne große Einleitung und Ausleitung und so. Das ist einfach, also es ist gut für uns, wenn es mal ein bisschen eng ist, dann können wir die nämlich einfach dazwischen schieben. Und es ist gut für euch, wenn ihr mal einfach denkt, oh, sowas ganz Kurzes ist aber irgendwie auch nett. Und das haben wir gemacht, weil ihr die Folgen trotzdem gehört und geliked und weitergeschickt habt. Und im Grunde genommen habt ihr das Folgenformat gepusht oder in unsere Köpfe gebracht. Und auch, wie sehr Interviewfolgen gehypt werden. Also ich bin jetzt gerade wieder auf Interviewtour und freue mich auch total. Aber ja. Also auch das, ja, das Feedback von euch sorgt dafür, dass der Podcast eben so wird, wie ihr ihn hoffentlich am liebsten habt. Und das, genau, also diese drei Folgen zum Beispiel, die feiere ich total oder diese drei Sachen feiere ich total. Und das gibt mir Wirksamkeit und Spaß. Und ja, das finde ich einfach richtig gut. Und ich finde es richtig toll, dass das Universum uns da so ein bisschen in die Karten gespielt hat mit der Auszeit und dieser Impulsfolgenidee. Und was ich noch feiere, ist, dass mir unser Mix gefällt. Also es ist, glaube ich, für jeden was dabei. Ich finde auch total toll, dass wir Transkripte haben, die man sich natürlich auch runterladen kann, die man sich Zusammenfassungen, anzeigen lassen kann von KI. Und also das finde ich auch ganz großartig, dass da der Herr Sebastian Sticks, vielen Dank nochmal, Shoutout, dass der uns das immer wieder erzählt hat, wie wichtig das ist und auch für Suchmaschinen, ob das jetzt noch so relevant ist, weiß ich nicht, aber ich mag die Transkripte total und das macht halt, also das gibt auch Menschen Zugang zu unserem Podcast, die lieber lesen als hören. Ja, dann natürlich die Folgen mit Dirk feiere ich total, habe ich immer total Spaß dran und ich kann schon mal ein bisschen spoilern, So wie es aussieht, wird es da eine Kooperation und einen Kurs mit Dirk und mir geben. Wer Interesse daran hat oder mehr wissen will, darf mich gerne anschreiben. Dann bin ich extrem stolz darauf, dass wir uns endlich an den Betrug herangetraut haben. Das war ja wirklich ein großes Thema für uns. Machen wir das? Machen wir das nicht? Ist das irgendwie klug in einem Podcast, wo viel über Polyamorie gesprochen wird? Aber wir haben es gemacht und es ist total gut angekommen. Ich habe überhaupt keinen Schmerz damit. Also die Nachrichten, also wir haben viel inhaltliche Rückmeldungen bekommen. Also mehr als bei anderen Folgen, aber kein, ich fühle mich total getriggert oder das war ungünstig oder hätte man das nicht besser machen können, sondern auch wieder da ganz wohlwollend und wertschätzend, richtig, richtig toll. Ja, und ich wollte jetzt an dieser Stelle natürlich auch noch Teamfeier-Momente mit euch teilen. Und ich habe ja schon gesagt, das ist nichts geworden, weil die meisten Menschen gesagt haben, boah, das ist mir, will ich nicht irgendwie. Also manche waren da ganz klar, dass sie sagen, ich merke, ich habe da einen inneren Widerstand und habe mich auf die Suche gemacht, was ist das für ein Widerstand? Und andere haben gesagt, ah, weiß ich nicht, ich kriege es irgendwie nicht unter, ich prokrastiniere, ich glaube, ich will nicht. Und naja, alles, was ich dazu, also es war halt auch ein sehr cooler Prozess. Und mir klarzumachen, dass Feiern auch was sehr Persönliches ist. Also zu sagen, worüber ich mich freue, sagt ja was über meine Persönlichkeit. Und damit mache ich mich total verletzlich. Und ich finde das einfach einen wichtigen Punkt. Und dann, das kann vielleicht schon auch sein, dass ich dann mal eine Sache nicht teile, weil sie mir zu wertvoll ist. Nicht, dass es jemand kaputt macht. Ja, ich feiere ja viele tolle Interviewgäste. Da könnte ich jetzt, also eigentlich alle, da sind wirklich tolle Interviews bei. Das habe ich gerade noch vergessen. Naja, aber was das Team gesagt hat, ist, dass sie gerne erste Male feiern. Das ist natürlich was richtig Schönes und aber auch was sehr, sehr Vulnerables. Dass sie gerne Erkenntnisse feiern, das teile ich total. Und dass sie gerne Erreichtes feiern. Und ich feiere auch total gerne Sexualität zum Beispiel, weil das so tabuisiert ist. Das geht mir sowieso auf die Nüsse. Und Sexualität wird halt auch so schnell so viel besser, wenn man die Sachen feiert, die gut waren. Und das gilt eigentlich für alles. Wenn ich Sachen mit anderen Menschen gemacht habe, erste Dates oder so, dann einfach zu sagen, das hat mir besonders gut gefallen, das sorgt dafür, dass das mehr passiert. Und ja, das ist einfach ein Erlebnis, wo ich noch gar nicht so richtig weiß, hat mir das eigentlich gut gefallen oder nicht, dann nochmal ganz anders einsortiert wird. Und das finde ich schön. Und wir haben eh zu wenig Gutes im Leben.
Top Folgen
Und ich weiß nicht, ob das wirklich ein Punkt zum Feiern ist,
Top Folgen
weil ich hätte das so oder so gefeiert. Also ich würde ganz gerne über die besten zehn Folgen reden. Ist natürlich ein bisschen unfair, weil die alten sind da natürlich bevorzugt oder haben Vorteile. Aber ich würde trotzdem gerne teilen mit euch, was so die meistgehörten Folgen sind. Die meistgehörte Folge mit Abstand ist die erste E wie Eifersucht. Ich muss sie mal wieder hören, ob ich damit noch zufrieden bin. Dann haben wir als zweites den Einzug der Kunst der Unvernunft mit Sebastian Sticks. Die B wie Beziehungsformen, G wie Gefühle, ich muss die alle mal hören, sind die gut? Weiß ich nicht. Folge aus der Praxis Eifersucht. Also Eifersucht ist ein Hoch im Kurs, E wie Ehrlichkeit. Und auf dem Platz sieben gibt es schon wieder ein Interview, nämlich mit Dirk, Neurodivergenz. Auf Platz acht ist L wie Langzeitbeziehungen. Auf Platz neun ist wieder ein Interview mit Dirk, Bindungsstile. Und auf Platz neun ist das Interview mit Simon. Also von zehn Folgen vier Interviews. Vielleicht muss ich noch mehr Interviews machen. Was meint ihr?
Ausblick MoPoCo
So, ich habe gerade schon ein paar Sachen über MoPoCo geteilt,
Ausblick MoPoCo
Folgen und so weiter. Ich möchte auch einen kleinen Ausblick geben. Und zwar haben wir die Idee, dass wir aus den Transkripten und Folgen, die wir machen, auch so Tools extrahieren. Da werden wir dann natürlich schon KI nutzen. Eigentlich für die Folgenerstellung nutze ich das nicht. Nutzen wir das nicht. Aber schon mal vielleicht für den Titel. Aber die Inhalte, weder vorher noch nachher kontrolliere ich das oder mache da irgendwas mit. Weil ich, ja, haben wir lange darüber diskutiert, mache ich nicht. Für den Moment. Aber wir werden vermutlich KI nutzen, um ein paar Tools aus den Folgen zu extrahieren, die man dann später runterladen und benutzen kann. Also ich bin ja große Freundin von 1, 2, 3 Sachen und so. Und das in Schriftlich zu haben, wäre ja vielleicht ganz cool. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein MoPoCo-Buch genau dazu. Genau, was wir noch machen wollen, ist, dass wir Social Media ein bisschen verändern. Also im Moment ist es ja so, dass wir auf dem Insta-Kanal die Folgen haben und in den Storys dann so ein paar Impulse. Wir wollen das gerne umdrehen, damit ihr, selbst wenn ihr MoPoCo nicht hören möchtet, die wesentlichsten Punkte einer Folge immer mitkriegen könnt durch, die sogenannten Karussellposts. Ja, und wie gesagt, wir haben jetzt dieses Tool, für das ich Alex gerade gefeiert habe, das unseren ganzen Prozess so ein bisschen einfacher macht. Und das merkt ihr natürlich nicht, außer dass wir produktiver werden. Und ich bin gespannt, was das Leben uns noch so bringt. Ich werde gerade immer mutiger, was auch etwas berühmtere Interviewgäste angeht und AutorInnen. Und mal gucken, was das so in nächster Zeit gibt. Da bin ich selber sehr gespannt, weil ich bin da ja ein ziemlicher Bauchmensch.
Fazit
Damit bin ich am Ende der Folge.
Fazit
Und da gibt es natürlich wie immer ein Fazit. Also, feiert mehr, das ist gesund. Hinterfragt, ob wir das Meckerland bleiben wollen oder ob wir glücklich sein wollen. Eigenlob stimmt. Der letzte Punkt von meinem Fazit hat mit dem Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt zu tun. Wenn du auf politische Sachen gerade keine Lust hast, dann spule gerne vor bis zum Ende. Denn natürlich kommt danach noch was total Wichtiges.
Politik Exkurs
Normalerweise nehme ich die Folge drei bis sechs Wochen vorher auf.
Politik Exkurs
Und weil das eben aber eine besondere Folge ist, nehme ich die heute auf, eine Woche vor Release, heute am Wahltag von Sachsen-Anhalt und nach 18 Uhr. Und eigentlich ist heute überhaupt kein Grund zu feiern. Eigentlich ist mir nach Heulen zumute, ehrlich gesagt. Und ich finde es schon lustig vom Universum, dass das so jetzt ist, dass ich also quasi eine Stunde, bevor ich das aufgenommen habe, das erfahren habe. Und, also ich meine, ich habe es natürlich schon befürchtet und so, aber ich glaube, es ist total wichtig, dass wir trotz dieser Wahlergebnisse auf das Gute gucken und dass wir, Grüße gehen raus an Danger Dan, keine Angst vor den braunen, Schreihälsen haben und auch Shoutout an Versengold, die da ja auch ein Lied zu haben. Lasst euch nicht einschüchtern. Seid dabei nicht leichtsinnig, aber lasst euch nicht einschüchtern. Sichtbarkeit ist so wichtig und es gibt schon so viele Veränderungen an so vielen Stellen. Seht die auch. Guckt dahin. Guckt, wie achtsam Menschen heute mit Kindern sind. Guckt wie eine Freundin, die wirklich sehr. Cis-mono-heteronormativ ist, hat mir erzählt, wie sie sich darüber gefreut hat, dass sie an einer Kasse in einem Supermarkt ein Wesen gesehen hat, das sie jetzt männlich lesen würde, das aber lackierte Fingernägel und einen Rock getragen hat. Und wie geil, wie geil, dass wir im Moment auf einem guten Weg dahin sind, dass wir sein dürfen, wie wir wollen, ohne die Freiheit der anderen Person einzuschränken. Und ich glaube, dass ganz viele Menschen, die schwarz oder blau wählen, wirklich in Not haben und ich möchte wohlwollend mit diesen Menschen sein und ich möchte meine Grenze halten. Ich habe keine Angst davor. Ich werde mein Möglichstes tun, an so vielen Stellen wie möglich, meine Werte von Toleranz, Wohlwollen und, Solidarität zu vertreten, weil ich möchte, daran arbeiten, dass wir eine tolerantere, wohlwollendere und solidarische Gemeinschaft werden, denn Studien belegen ganz klar, dass diese Gesellschaften die glücklicheren Individuen beherbergen und die sprechen einfach viel mehr meinen Werten und ich möchte weniger, auf die schlechten Sachen gucken und mehr auf die guten Sachen, damit mich das nicht so runterreißt. Ich möchte meine Hoffnung behalten, alles andere macht für mich einfach keinen Sinn.
Aufruf
So, jetzt zu dem total Wichtigen. Also, wir haben MoPoCo gefeiert,
Aufruf
weil drei Jahre. Voll geil. 144 Folgen. Alter, hätte ich das nicht gedacht, als wir angefangen haben. Ich finde es richtig mega. Ich würde mich freuen, da wir das Thema ja jetzt schon weg haben und die Sprachnachrichten von euch auch schon einmal als Folgenfeier genommen haben. Habt ihr Ideen, wie wir das vierte Jubiläum feiern möchten? Also im September 27. Immer her damit. Und macht es jetzt, weil wenn ihr es prokrastiniert, dann vergesst ihr es sowieso. Also zumindest, wenn ihr so tickt wie ich. Also habt ihr Wünsche, wie wir das vierte Jubiläum gestalten? Das fünfte. Da habe ich schon eine sehr klare Idee, was wir machen. Und ich glaube daran, dass wir das fünfte noch erleben und dass uns niemand das verbietet. Und jetzt wünsche ich einen fantastischen Tag mit ganz viel Blick auf ganz viele schöne Dinge. Bis dann! Wie schön, dass du bei der heutigen Folge dabei warst. Wir freuen uns, wenn du etwas Wertvolles mitnehmen konntest. Vielleicht magst du es dir kurz notieren? Gab es einen Aha-Moment? Möchtest du etwas vom Gesagten umsetzen? Gibt es jemanden, mit dem du die Folge diskutieren möchtest? Geh für dich los und mach dein Leben lebenswerter und vergiss nicht, jede Person darf fühlen, was sie fühlt, und hat gute Gründe für alles, was sie tut. Also sei verständnisvoll mit dir und deinen Herzensmenschen. So geht alles leichter.
