📌 Themen dieser Folge:
- Was ist Einvernehmen? Warum ein enthusiastisches Ja nicht immer nötig ist – und was stattdessen hilft
- Das Wheel of Consent: Die vier Quadranten Dienen, Nehmen, Empfangen und Erlauben verständlich erklärt
- Genuss vs. Grenzen: Warum es auf der rechten Seite des Rads um Pleasure geht und auf der linken um den Schutz eigener Grenzen
- Reaktionsfetischismus: Was passiert, wenn beide nur für die Reaktion der anderen Person handeln
- Sexualität und Berührung: Wie das Modell hilft, unterschiedliche Vorlieben zu verhandeln – z. B. beim Thema Oralsex
- Machtungleichheiten: Wie verbale, körperliche, soziale und gefühlte Statusunterschiede Berührungen beeinflussen
- Nein sagen üben: Warum das ein zentrales Ziel des Wheel of Consent ist und wie Workshops das trainieren
- Selbstreflexion in vier Schritten: Wahrnehmen, ernst nehmen, wertschätzen, kommunizieren – ein Viererschritt für bessere Verhandlungen
- Das Drei-Minuten-Spiel: Eine Übung mit Händestreicheln, bei der Genuss und Grenzen bewusst getrennt werden
- Puppe spielen: Eine Übung, bei der eine Person den Körper der anderen für den eigenen Genuss berührt – und die andere ausschließlich auf ihre Grenzen achtet
💡 Das Wichtigste in Kürze:
- Jede Berührung hat mehrere Aspekte: Wer handelt? Für wen ist es? Geht es um Genuss oder um Grenzen?
- Aktiv sein heißt nicht immer schenken – und passiv sein heißt nicht immer beschenkt werden.
- Auf der linken Seite des Rads geht es darum, freien Herzens zu erlauben statt zu erleiden.
- Sich Genuss zu erlauben – auch wenn eine Handlung eigentlich für die andere Person ist – ist kein Egoismus.
- Das Wheel of Consent ist ein Tool wie die gewaltfreie Kommunikation: Es stärkt Verhandlungskompetenz weit über Berührungen hinaus.
🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
- Betty Martin: Erfinderin des Wheel of Consent – auf ihrer Website findest du das Modell, Erklärungen und die Anleitung zum Drei-Minuten-Spiel
- Judith Salamander: Wheel-of-Consent-Trainerin, bei der Sonja einen Workshop besucht hat – hier findest du ihr Profil
📣 Aufruf:
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Credits:
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Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
Einführung ins Wheel of Consent
Und da hilft das Wheel of Consent total, in der Sicherheit zu kommen, dass die andere Person, dass es der gerade gut geht und dass sie das gerne tut und dass sie da im Zweifelsfall auch etwas draus mitnimmt. Zum Beispiel Nein sagen lernen oder sich sicher fühlen oder selbst einen Genuss daraus zu finden. Willkommen bei Mono, Poly & Co., dem Non-Profit-Wissens-Podcast für Beziehungen in allen Formen. Ich bin Sonja Jüngling, Paar- und Sexualberaterin und außerdem Beziehungsbegeisterte, Abenteurerin und Gegensatzaushalterin. Mein wundervolles Team und ich liefern dir frei Haus und kostenlos alles, was du für die individuelle Gestaltung deiner Beziehungen benötigst. Mit ganz praktischen Tipps, Insights und Interviews. Schön, dass du für dich losgehst. Nutz gern zusätzliche Unterstützungsangebote und schaff Raum für das, was dich bewegt. Und nun viel Spaß mit der heutigen Folge.
Das Wheel of Consent erklärt
Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge hier bei Mono, Poly & Co. Heute geht es um das Thema Wheel of Consent oder Konsentrad. Warum spreche ich darüber? Die Paare oder Einzelpersonen, die ich begleite, zeigen immer wieder oder fragen auch konkret danach, dass die Verhandlungen mit den Menschen, die sie lieben, oft nicht so gut laufen, wie sie sich das wünschen würden. Und das Wheel of Consent ist eine Möglichkeit, die eigene Verhandlungsfähigkeit und auch die Art der Verhandlungen positiv zu beeinflussen.
Verhandlungsfähigkeit verbessern
Falls du also jemand bist, der sich denkt, oh, Vereinbarungen, Einverständnis, Verhandlungen, dann ist das genau die richtige Folge für dich. Was ist überhaupt Einvernehmen oder Konsent? Also die meisten Menschen wünschen sich ja ein enthusiastisches Ja. Also ein Ja, das aus dem Herzen kommt und auch mit dem Kopf und den moralischen Vorstellungen. Wenn das fehlt, dann ist es aber nicht immer direkt ein Nein, sondern dann ist es vielleicht ein Vielleicht oder ich brauche noch was dazu. Und die Frage ist halt, wie gehe ich mit diesen Bereichen in der Mitte um? Und wie kriege ich da eine Klarheit, damit, falls ich kein enthusiastisches Ja habe, ich zumindest weiß, was ich stattdessen sagen kann? Dafür hilft dieses Tool. Also was macht das Wheel of Consent? Im Grunde genommen, also es kann dir helfen, dich klarer zu fühlen. Es kann dir helfen, dich überhaupt zu fühlen. Es kann, wenn ihr die Methode nutzt oder vielleicht einen Workshop macht, gerne auch einen, der länger als vier Stunden geht, sondern vielleicht ein, zwei, drei Tage hat, wo es auch praktische Übungen hat. Da kann es helfen, miteinander gut verhandeln zu können, sich wirklich zu spüren und nicht nur auf der kognitiven Ebene unterwegs zu sein. Und das Wheel of Consent, das von Betty Martin ins Leben gerufen wurde, hat auch ein sogenanntes Drei-Minuten-Spiel, das ich später auch vorstelle. Also wenn dich das interessiert, dann lausche jetzt gut, weil das Wheel of Consent ist ein theoretisches Modell, zu dem es auch ganz viele Unterlagen und Bilder und so gibt, die ihr alle im Netz findet und in den Shownotes findet ihr natürlich auch ein paar Sachen dazu. Aber es ist eben ein ziemlich komplexes Ding, was ich jetzt versuche, mündlich weiterzugeben.
Die vier Quadranten verstehen
Also was ist das Wheel of Consent? Erstmal hat Betty Martin hinterher mehrfach gesagt, sie hätte sich gewünscht, dass sie das Ganze nicht Konsentrad, sondern Wheel of Agreement nennt. Also, dass es da eigentlich um Verhandlungen geht. Wie sieht das jetzt aus? Du kannst dir vorstellen, es ist halt ein Rad und dieses Rad ist aufgeteilt in vier Bereiche. Du hast auf der einen Seite, also links oben ist Dienen, rechts oben ist Nehmen. Links unten ist Erlauben und rechts unten ist Empfangen. Keine Angst, ich sortiere das alles nochmal und erkläre noch ganz viel mehr dazu. Du musst dir das also jetzt nicht alles merken, aber wenn du Lust darauf hast, kannst du dir das natürlich aus dem Internet runterladen und mitlesen und schreiben, dir Notizen machen, während ich das erkläre. Dieses Rad hat im Grunde genommen zwei Achsen. Es gibt den oberen Bereich, da geht es darum, dass du etwas tust und den unteren Bereich, da geht es darum, dass andere etwas tun. Im rechten Bereich geht es darum, dass du etwas bekommst und im linken Bereich geht es darum, dass andere etwas bekommen. So werden die vier Bereiche eingeteilt. Also wenn ich zum Beispiel, so wie ich es gerade angefangen habe, von Dienen rede, im englischen Serve, das ist links oben. Da geht es also darum, dass du etwas tust, um etwas jemand anderem zu geben. Im rechten oberen Quadranten geht es darum, dass du mit deinen Handlungen etwas nimmst für dich. Also als Beispiel, ich massiere jemand anderen nicht für deren Freude, sondern für meine Freude. Wenn wir dann in den dritten Quadranten gehen, unten rechts, da geht es darum, etwas zu bekommen. Das heißt empfangen. Also der Quadrant heißt empfangen. Da geht es darum, etwas zu bekommen für mich. Also in diesem Fall handelt jemand anderes, weil wir ja in der unteren Hälfte sind. Und der letzte Quadrant erlauben auf der linken unteren Seite. Da geht es darum, dass jemand anderes handelt. Für die andere Person. Also da geht es vielleicht darum, dass eine andere Person mich massiert für deren Lust. Dann erlaube ich. Das heißt, jede Berührung, die es gibt und jede Handlung, die es gibt, wird im Grunde genommen in einen der vier Quadranten eingeteilt. Wenn wir jetzt auf Sexualität schauen, dann lässt sich das oft gar nicht so genau trennen und ganz oft passiert viel gleichzeitig. Also wenn ich zum Beispiel jemanden küsse, weil ich Lust darauf habe und diese Person mir gleichzeitig über den Rücken streichelt, weil die Person Lust darauf hat, dann befinde ich mich schon direkt in zwei Quadranten. Nämlich einmal, ich handle, ich küsse nämlich, um etwas mir zu geben und ich erlaube einer anderen Person eine Berührung, die sie für ihr wohl tut. Ganz oft haben wir aber ja, dass ich etwas für eine andere Person tue, für die andere Person. Also, dass ich handle, aber für eine andere Person. Dann bin ich im oberen linken Quadranten, dann diene ich. Und ganz häufig ist eben auch, ich empfange etwas für mich, also eine andere Person handelt für mich. Das sind die vier Quadranten, dienen, nehmen, erlauben, empfangen.
Grenzen und Genuss im Fokus
Und was ich jetzt noch gar nicht angesprochen habe, was ich aber bei diesem Modell wirklich mindblowing finde und ich habe einen wunder, wunder, wundervollen Workshop bei Judith Salamander zum Thema Wheel of Consent gemacht, die auch eine Wheel of Consent Trainerin ist. Ihre Kontaktdaten findest du natürlich in den Shownotes und da ist mir erst mal klar geworden, dass es am Ende bei allen Berührungen immer um zwei Sachen geht. Auf der einen Seite geht es darum, Pleasure zu empfinden, also Lust, Genuss, dass ich etwas tue, das mir gut tut oder dass ich etwas geschehen lasse, das mir gut tut. Und auf der anderen Seite geht es ausschließlich darum, dass ich meine Grenzen anschaue, also dass ich etwas tue oder erlaube, was jemand anders macht, für deren Genuss, bei dem ich aber schaue, was sind meine Grenzen dabei. Also da geht es, wenn ich auf der linken Seite des Wheel of Consent bin, geht es gar nicht darum, dass ich etwas für mich tue, sondern dass ich etwas für andere tue. Und da befinden wir uns ganz, ganz häufig. Und die meisten Menschen können an der Stelle aber ihre Grenzen gar nicht gut halten. Und dieser Zweiklang, also dass es auf der einen Seite vielleicht darum geht, etwas für andere zu tun und ich da allein diese eine Aufgabe habe, nämlich meine Grenzen zu halten, zu schauen, ist es für mich noch okay oder erleide ich gerade etwas? Also der Unterschied auf der linken Seite ist, erlaube ich freien Herzens, voller Liebe das, was gerade passiert oder ich tue oder erleide ich etwas? Macht es mir Schaden, was ich da tue oder erlaube oder nicht? Also im linken Bereich geht es allein um meine Grenzen und im rechten Bereich geht es allein um meinen Genuss oder meine Lust. Also egal, ob ich selber handle oder ob ich etwas empfange, was jemand anders tut, auf der rechten Seite geht es um meinen Pleasure, um meinen Genuss. Und das war jetzt erstmal die rein theoretische Beschreibung dieses Modells und mir ist schon klar, dass das ein bisschen schwierig ist zu hören. Ich versuche, diese Folge aber so zu gestalten, dass du trotzdem einiges für dich mitnehmen kannst. Und was kannst du mitnehmen? Also erst mal, dass es für jede Handlung, für jede Berührung, die es gibt, mehrere Aspekte gibt. Es gibt einmal die Frage, ob ich handele oder nicht, also ob ich passiv oder aktiv bin. Dann geht es um die Frage, mache ich das für meine Lust, für meinen Pleasure, für meinen Genuss oder für Pleasure oder Genuss von der anderen Person. Und gleichzeitig ist immer die Frage, ist hier gerade eine Grenze im Spiel? Meine natürlich, denn die Grenze der anderen Person kann ich nicht wissen, wenn sie mir nicht mitgeteilt wird. Also tue ich das aus reinem Herzen, voller Liebe und mit einem Ja oder bin ich gerade im Grenzbereich und muss ich schauen, dass ich auf meinen Schutz schaue? Ja, also wenn ich auf der linken Seite bin, nochmal, da geht es ums Sein-Dürfen, um Schutz und Grenzen und auf der rechten Seite geht es darum, Genuss zu erleben.
Einvernehmen und Umgang mit Grenzen
Warum wird jetzt dieses Modell überhaupt gemacht? Gerade im Bereich Berührung gibt es immer wieder Einverständnisverletzungen und die zu unterscheiden und klar zu haben, sind sehr subtil. Weil auf der einen Seite sind wir oft der Meinung, wir haben unsere Grenze sehr klar geäußert und die andere Person denkt auch, ich habe die Grenze klar gesehen. Und gleichzeitig ist das ja keine rote Linie, die wir anfassen können, sondern das ist manchmal sehr schwammig. Und dieses Modell kann total gut helfen, diese Schwammigkeit aufzulösen und klarer zu haben, was jetzt gerade eigentlich passieren soll im Idealfall oder bereits passiert ist. Und dann darüber reden zu können, an welchen Stellen war eigentlich wer. Ja, also wenn wir jetzt mal das klassische Phänomen des Reaktionsfetischisten oder der Reaktionsfetischistin nehmen, dann ist es so, also viele von uns mögen das total, wenn sie handeln und die andere Person zeigt ihre Zustimmung oder ihren Genuss. Ja, wenn das aber der einzige Gewinn aus der Sache ist und auch bei der anderen Person der einzige Gewinn aus der Sache ist, dann handle ich, weil ich denke, dir gefällt das und du handelst, weil du denkst, mir gefällt das. Aber im Grunde genommen gucken wir beide nicht auf unseren Genuss oder unsere Lust. Das kann natürlich auch mal ganz schön sein. Und wenn das für beide so aufgeht, ist das super. Aber das ist dann eine sehr große Abhängigkeit. Und sich das bewusst zu machen, dass ich manchmal auch losgehen darf für meine Lust, für meinen Genuss und dass ich manchmal ausschließlich darauf schauen kann, ob jetzt gerade eine Grenze von mir verletzt wird, das macht einen viel größeren Möglichkeitsraum. Also in der Sexualität, da komme ich am Ende auch nochmal drauf, da gebe ich ein paar Beispiele, was ihr damit machen könnt oder auch in Kuschelbegegnungen. In der Sexualität ist das eine unglaubliche Erweiterung, dass ich diese Aspekte auseinanderdrösel. Also für wen ist das? Für wessen Lust ist das? Und um was geht es denn genau? Geht es um die Lust oder geht es um die Grenzen? Es gibt ja gerade in der Sexualität häufig auch Situationen, in denen die Vorlieben der Menschen an manchen Stellen nicht so gut zusammenpassen. Und es gibt vielleicht eine Person, die sich eine sexuelle Handlung total wünscht und eine andere Person, die sich das nicht wünscht. Das heißt aber nicht, dass sie nicht bereit wäre, diese Handlung trotzdem für den Genuss der anderen Person zu machen. Ja, Oralsex ist da immer wieder ein Beispiel. Das wünschen sich viele Menschen passiv sehr. Und wenn wir aber da auf ein enthusiastisches Ja gucken, dann passiert es trotzdem häufig nicht bei manchen Paaren, weil es eben vielleicht mir gar nichts bringt, aktiv Oralsex auszuleben. Aber darüber zu reden, für wen ist es eigentlich und geht es da um Genuss oder um Grenzen, ist ein ganz wichtiger Bereich. Denn wenn es mir überhaupt nichts ausmacht, Oralsex bei meiner Partnerperson auszuüben und die Partnerperson aber total den fetten Genuss dadurch hat, dann kann es ja durchaus sinnvoll sein, trotzdem das sich zu wünschen und auch durchzuführen.
Lust und Grenzen in der Sexualität
Wenn wir aber diesen Unterschied zwischen ich erlaube und erleide nicht ganz klar herausarbeiten, dann passiert das vielleicht nie, obwohl es der Person, die es geben würde, gar nichts ausmachen würde und vielleicht sogar durch den Reaktionsfetischismus. Es noch einen sekundären Lustgewinn gibt. Also wenn wir das Wheel of Consent verstehen und uns damit beschäftigen und auch vielleicht das Wheel of Consent Spiel spielen, dann kann das die Sexualität und Kuscheln insgesamt und Berührung insgesamt unglaublich bereichern und erweitern. Es hilft außerdem bei der Selbstreflexion und auch bei dem Wahrnehmen und Umsetzen meiner Grenzen. Es hilft außerdem, umzudenken, dass Handeln immer schenken ist und Passivsein immer nehmen. Denn es gibt eben auch die Stellen, wo ich passiv bin und damit jemandem etwas schenke oder aktiv bin und damit etwas genieße. Im Wheel of Consent wird ganz oft mit dem Drei-Minuten-Spiel mit den Händen praktiziert und Beispiele gezeigt. Also eine Person streichelt die Hände der anderen Person. Es geht einmal darum, dass die Person, die gestreichelt wird, den Genuss fühlt und dass alles vorher so abgesprochen wird und gemacht wird, dass die Person, die gestreichelt wird, an den Händen maximalen Genuss erlebt, ohne dass die Person, die streichelt, über ihre eigenen Grenzen geht. Und dann wird dieselbe Übung nochmal gemacht, aber diesmal mit einem anderen Ziel, nämlich, dass die gestreichelte Person an dieser Stelle erlaubend und gebend ist, dass es also an dieser Stelle beim zweiten Durchlauf darum geht, dass die Person, die streichelt, den eigenen Genuss erlebt, unabhängig von den Reaktionen der Person, die gestreichelt wird. Sondern einfach fühlt, okay, wie fühlt sich das denn an, mal zu überlegen, wie ich diese Person jetzt streicheln möchte? Wie fühlt sich das denn an, Fingernägel anzufassen, Handinnenflächen anzufassen? Wie fühlt sich das denn an, selbst entscheiden zu dürfen, wie ich streichle für meinen Genuss? Das ist eine beliebte Übung, die einfach total hilft dabei, das aufzulösen, dass aktiv immer schenken ist und passiv immer beschenkt werden. Außerdem hilft der Umgang mit dem Wheel of Consent und sich da rein zu denken, Erfahrungen zu nutzen. Vor allem aber, und das war, glaube ich, der Grund, warum es überhaupt erfunden wurde oder zur Verfügung gestellt wurde, das ist nämlich ein Wissen, das völlig, also zumindest die erste Zeit und lange Jahre lang, völlig uneigennützig geteilt wurde und allen zur Verfügung gestellt wurde. Weil es eben ein so wichtiger Gamechanger in der Interaktion zwischen Menschen ist. Und was es eben total hilft, ist Nein-Sagen üben. Nicht wenige Wheel of Consent Workshops laufen so ab, dass am Anfang irgendeine Übung gemacht wird, die darauf auszielt, eine Grenze zu setzen, also Nein zu sagen.
Nein-Sagen und Genuss üben
Das kann so eine Abstandsübung sein, dass zwei Menschen sich gegenüberstehen und eine Person auf die andere Person zugeht und dann entweder die zugehende oder die stehende Person entscheiden muss, ab wann ist es mir zu viel, wann ist es mir zu nah. Das können auch Runden sein, in denen Fragen gestellt wird, mit dem Ziel, einmal Ja zu sagen, einmal Nein zu sagen und einmal ehrlich zu antworten. Und dann auch zu schauen, was macht denn das mit mir, dass ich immer dieselbe Frage stelle und drei ganz unterschiedliche Situationen daraus entstehen. Was entstehen in mir für Gedanken, wenn die Person erst Ja sagt und dann Nein sagt und bin ich dann nervös, wenn dann die ehrliche Antwort kommt. Also dieses Nein-Sagen-Üben, das ist in fast allen Wheel of Consent-Workshops ein ganz wesentlicher Anteil an Übungen, aber eben auch an Ziel, dass ich lerne, Nein zu sagen und das einfach auch mal versuche. Wie möchte ich Nein sagen? Möchte ich das Wort benutzen? Möchte ich es umschreiben? Möchte ich einen Satz formulieren? Möchte ich nur ein Wort sagen? Möchte ich es laut sagen, mit Ausrufezeichen oder ganz zart? Also dieses Nein-Sagen-Üben ist ein ganz wesentliches Ziel des Wheel of Consent und eine tolle Übung. Und es ist auch ein Ziel, Genuss zu üben. Denn vielen Menschen ist ja in ihrer Sozialisation quasi abtrainiert worden, etwas nur für sich zu tun, egal ob gebend oder nehmend. Und da auf den Genuss zu gucken und zu sehen, dass das was ganz anderes ist, als auf meine Grenzen zu gucken beim Nein sagen, ist ein total wichtiges Takeaway.
Machtungleichheiten in Beziehungen
Also eine total wichtige Sache, die du mitnehmen kannst aus diesem Wheel of Consent. Und es geht im Wheel of Consent auch um versteckte oder offene oder wahrgenommene Machtungleichheiten. Das kann auf ganz unterschiedlichen Ebenen sein, denn in jeder Verbindung gibt es Machtstrukturen, die eine Rolle spielen. Entweder zum Beispiel durch verbale Machtungleichheiten, dass eine Person eben verbal sehr viel eloquenter ist als die andere. Oder durch körperliche Ungleichheiten, dass eine Person stärker ist als die andere. Durch soziale oder Statusungleichheiten, weil eine Person sich im Status niedriger oder höher fühlt als die andere. Durch gesellschaftliche Ungleichheiten, die eine Person ist weiblich, die andere Person männlich. Durch gefühlte Attraktivitätsmachtungleichheiten, dass die eine Person denkt, sie spielt gar nicht in der gleichen Liga wie die andere. Also es gibt ganz, ganz unterschiedliche Machtstrukturen in Beziehungen, die immer eine Rolle spielen, ob wir sie nun benennen oder wahrnehmen oder nicht. Aber die sind immer da. Und auch da hilft das Wheel of Consent, einen Umgang mitzufinden und da ein bisschen drauf zu gucken, weil es eben hilft beim Reflexionsprozess. Und was das Wheel of Consent auf jeden Fall macht, ist, dass es Verhandlungskompetenz gibt, weil es mir eben eine größere Kompetenz darin gibt, Sachen zu benennen und zu bemerken und zu sortieren.
Übungen und praktische Tipps
Genau. So, also ich habe das Modell erklärt. Ich habe erklärt, warum ich das Modell wichtig finde. Was kommt jetzt noch? Es geht also in diesem Modell um Berührungen, auch unsexuelle Berührungen, um Körperlichkeit, um Grenzen, um Genuss. Und das, was wirklich ein essentieller Teil ist, ist, dass es bei jeder Berührung auch um die Intention gehen kann. Also nicht grundsätzlich. Ihr müsst vorher, wenn ihr sexuell oder kuschelig euch berührt, nicht vorher genau klären, für wen was jetzt ist. Aber ihr könntet es, wenn ihr mit dem Wheel of Consent arbeitet, weil ihr dadurch eine viel größere Aufmerksamkeit dafür habt, worum es eigentlich geht. Und an manchen Stellen, wenn Widerstände auftauchen oder große Sehnsüchte und Wünsche sind, die nicht erfüllt sind, kann es sinnvoll sein, zu schauen, für wen ist das eigentlich und mit welcher Intention ist das? Geht es um Pleasure, also geht es um Genuss oder geht es um Grenzen? Und diese vier Aspekte, also für wen ist es, für dich oder mich, und geht es um Grenzen oder um Lust, die helfen mir, eine Selbsterlaubnis zu finden. Denn wenn ich etwas tue, was für mich ist, dann mag das für manche Menschen sich egoistisch anfühlen. Und da hilft das Wheel of Consent total in die Sicherheit zu kommen, dass die andere Person, dass es dir gerade gut geht und dass sie das gerne tut und dass sie da im Zweifelsfall auch etwas draus mitnimmt. Zum Beispiel Nein sagen lernen oder sich sicher fühlen oder selbst einen Genuss daraus zu finden. Weil auch wenn vielleicht durch Verhandlungen klar ist, diese Handlung ist jetzt für mich, ist es ja nicht verboten, dass ich Lust daran habe. Also im BDSM-Kontext ist es ja sogar ganz offen gelebt, dass die passiv spielende oder dienende Person entweder das wirklich aus sich heraus tut, wenn wir jetzt Richtung Serve. Und es gibt ja zwei unterschiedliche submissiv spielende Personen, die kann man nicht immer so voneinander abtrennen. Aber es gibt einmal die, die sehr viel Freude daran haben, zu dienen und Befehle haargenau auszuführen. Und es gibt welche, die rebellieren gerne und versuchen nur das zu tun, worauf sie Lust haben. Und in beiden Fällen ist es aber so, dass diese Menschen sowohl von, ich mache das für mich aus, weil ich es aus mir heraus möchte, als auch ich mache das gegen meine Wünsche für die andere Person, daraus entsteht ein Lustgewinn. Und da hinzugucken, sich diese Erlaubnis zu geben, einen Lustgewinn zu haben, selbst wenn die Handlung eigentlich für die andere Person ist, das ist auch ein Teil des Wheel of Consent. Und auch dahin zu kommen, ich tue etwas, das für mich ist. Das ist ein ganz anderer Ansatz, als wir das normalerweise machen. Wenn wir zum Beispiel auf die Fürsorge gucken, dann gucken wir immer darauf, dass die Person, die eine andere Person versorgt, dass sie das tut für die zu versorgende Person. Aber es gibt ja auch ganz viele Menschen, die versorgen unglaublich gerne und die sind total gerne in der Fürsorge. Und zu sehen, dass das beides sein darf und dass beide gleichzeitig auch auf ihre Grenzen schauen müssen, ist total wichtig. Genau. Wenn wir dann in den Verhandlungsprozess gehen, also wenn ihr tatsächlich eine Situation habt, wo es Sinn macht, okay, diese Handlung hinterfragen wir, für wen ist die? Und bei wem geht es um Genuss, bei wem geht es um Grenzen? Dann ist es ganz wichtig, da gut in die Selbstreflexion zu kommen und da habe ich auch von Judith einen Viererschritt bekommen, den ich gern teilen möchte, nämlich einmal, dass ich, wenn ich in der Reflexion bin, erstmal wahrnehme, was ich fühle. Nur wahrnehmen. Dann ernst nehmen, dass ich gute Gründe habe, das zu fühlen. Dann wertschätzen, was ist daran wichtig für mich oder für die andere Person, was schätze ich an diesem Gefühl und der Wahrnehmung wert und erst dann das Ganze kommunizieren, weil ich dann ein ganz anderes Standing habe darin, worum es mir eigentlich geht. Und wenn ich dann meine Grenze kommuniziere oder den Wunsch, etwas zu bekommen, was für meinen Lustgewinn wichtig ist, das kann ich dann mit einem ganz anderen Standing sagen, weil ich weiß, worum es geht. Ich habe das Gefühl wahrgenommen, ich habe es ernst genommen und validiert, damit mich in eine größere Gelassenheit, ich habe es wertgeschätzt und weiß, dass ich gute Gründe habe und erst dann habe ich es kommuniziert. Und das in dem Verhandlungsprozess kann super wertvoll sein. Dann habe ich am Anfang gesagt, dass ich ein paar Spiele oder ein paar Übungen auch noch mitgeben möchte.
Puppe spielen als Übung
Ich habe das Drei-Minuten-Spiel schon ein klein bisschen vorgestellt. Du kannst da die Anleitung auch aus dem Internet runterladen, findest du auch über die Shownotes. Aber ich habe noch einen anderen Punkt, den ich meinen Paaren auch immer wieder empfehle und eine andere Übung, die ich unglaublich wirkmächtig finde, nämlich das Spiel oder die Übung, Puppe zu spielen. Also, dass ein Paar vereinbart, wenn es da Lust drauf hat, dass eine Person die handelnde Person ist und die andere Person eine Puppe und sich aus sich heraus nicht bewegt oder meldet und alles mit sich machen lässt, was innerhalb ihrer Grenzen passiert. Und die handelnde Person, in Anführungsstrichen, benutzt diesen Körper zu dem eigenen Genuss. Das heißt, die Aufgabe der Puppe ist es, die Grenzen zu kommunizieren. Und da passiert natürlich ganz viel, weil vielleicht habe ich auch total Spaß daran, an dem was passiert. Ich kommuniziere das aber nicht. Und die andere Person hat ausschließlich als Aufgabe zu gucken, was möchte ich jetzt für mich tun. Das könnt ihr natürlich abwandeln. Ihr könnt das mit den Reaktionen einfließen lassen oder könnt der Puppe auch Roboterfähigkeiten geben, dass sie halt Dinge tun kann. Also wenn wir jetzt bei dem Beispiel der Puppe bleiben, die nichts tut, dass ich als handelnde Person die Hand der Puppe nehme und über meinen Körper gleiten lasse in der Art, wie ich es machen möchte. Oder ihr könnt auch besprechen, dass ihr eine Anleitung gebt, dass die Puppe oder der Roboter das so ausübt, wie die handelnde Person das sagt. Das könnt ihr selber entscheiden. Aber was an dieser Übung so wahnsinnig. Ich finde da gar kein Wort für. Also was an dieser Übung so unglaublich mindblowing, unglaublich beeindruckend ist und mich immer wieder erstaunen lässt, ist, dass total viel in dieser Interaktion passiert. Also ich würde euch empfehlen, das am Anfang nur zu machen, wenn ihr gerade euch gut fühlt und gut bei euch selber seid, also beide. Und auch erstmal nur über einen kurzen Zeitraum, vielleicht fünf Minuten oder zehn Minuten oder eine halbe Stunde, ich weiß nicht, was für euch kurz ist, ausübt. Weil da passiert ganz viel. Gerade in der handelnden Person etwas für den eigenen Lustgewinn zu machen, ohne eine direkte Rückmeldung, ein direktes Feedback zu bekommen, ob das der anderen Person gefällt und es trotzdem weiterzumachen für meine eigene Lust und sich darauf zu verlassen, dass die Puppe auf jeden Fall die Grenze erhält. Ausreichend gut kommuniziert und dass die Person die ganze Zeit in der Freiwilligkeit ist und erst aus der Übung austritt oder etwas sagt, wenn etwas passiert, was ihr nicht gefällt und was heißt nicht gefällt. Im Zweifelsfall ist sie die ganze Zeit im Erlauben oder Genießen und nie im Erleiden. Vielleicht möchte sie das aber auch, weil sie vielleicht mal über ihre eigenen Grenzen probieren möchte zu gehen. Also das Vertrauen da rein, dass das alles passiert, das macht unheimlich was. Und sich zu erlauben, dass ich fünf Minuten, zehn Minuten den Körper einer anderen Person so berühre, wie ich das möchte und alleine mich darauf verlasse, dass die andere Person sich meldet, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist oder wenn es Redebedarf gibt oder Veränderungsbedarf, weil die Körperposition einfach unmöglich ist. Das ist einfach total groß. Das ist eine große Übung auch für die passive Person, sich zu erlauben, obwohl es eigentlich das Ziel ist, die handelnde Person in Lust zu bringen oder zum Lustgewinn beizutragen. Kann es ja sein, dass ich selber Lust habe an dem, was passiert. Und das zu beobachten und allein die Aufgabe zu haben, auf die eigenen Grenzen zu achten und zu beobachten, was mit mir passiert, um dann hinterher gemeinsam darüber zu reden, zu reflektieren, welche Situationen da ungewohnt waren, wo neue Gefühle aufkamen und so. Das ist einfach total großartig. Es macht richtig Spaß und es ist eine sehr, sehr wirkmächtige Übung, die total hilft, sich selbst besser kennenzulernen. Und außerhalb der Komfortzone sich zu bewegen.
Komfortzone und persönliche Grenzen
Und wenn du jetzt schon denkst, boah, da habe ich gar keinen Bock drauf, mich außerhalb meiner Komfortzone zu bewegen, dann kann ich nur sagen, mach es nicht. Denn darum geht es eben auch im Wheel of Consent, dass ich gucke, was ist meine Komfortzone? Habe ich gerade Lust, mich aus der heraus zu bewegen? Oder möchte ich nur innerhalb meiner Lust sein? Dann ist die Grenze, wenn sobald die Lust nicht da ist, muss ich was sagen. Obwohl es dann auf der linken Seite um das Halten meiner Grenzen geht, wenn ich die Grenze definiere als es muss mir Spaß machen, dann spielt auch Lustgewinn auf der linken Seite eine Rolle, genau wie auch Grenzbeachtung auf der rechten Seite immer eine Rolle spielt.
Fazit und abschließende Gedanken
So, jetzt bin ich am Ende angekommen von dem, was ich zum Konsentrad sagen wollte. Und normalerweise wiederhole ich ja jetzt nochmal alles. Ich versuche es mal. Also, es geht um das Wheel of Consent oder wie Betty Martin sagen würde, das Wheel of Agreement. Es geht darum, in eine Verhandlungskompetenz zu kommen über die Einteilung aller Berührungen in vier Hälften. Einerseits in Ich-Handel, andererseits die andere Person handelt, ich bekomme, die andere Person bekommt etwas. Und ich kann euch wirklich nur empfehlen, euch dieses Wheel of Consent nochmal anzugucken. Es gibt für jeden Quadranten auch Schattenseiten. Es gibt unterschiedliche Verbindlichkeiten zwischen den Quadranten und Richtungen, in denen sich das Ganze bewegt. Und ich kann dir wirklich nur empfehlen, dir das Rad nochmal genau anzugucken. Ich habe dann darüber gesprochen, wozu ist das überhaupt gut und worum geht es mir an dem Modell? Was kann ich davon gewinnen? Ich habe über Reaktionsfetischismus gesprochen und ich habe zwei Übungen vorgestellt, nämlich das mit dem Händestreicheln und das Puppespielen innerhalb des Wheel of Consents, aber auch als Einleitung zum Thema Nein sagen und Abstand. So, was ist jetzt das Fazit der ganzen Sache? Das Fazit ist auf der einen Seite, Berührungen haben unterschiedliche Qualitäten. Je nachdem, was ich erwarte, wo eigentlich mein Fokus ist, geht es um die andere Person oder mich, geht es um meinen Genuss oder um die Grenzen, haben Berührungen unterschiedliche Qualitäten. Und die unterscheiden sich eben unter anderem auch durch meine Aufmerksamkeit. Also was ist eigentlich die Intention und was ist die Erwartung? Um wen geht es und um was geht es? Also Pleasure oder Grenzen. Und das heißt, es geht um unterschiedliche Aspekte von Berührungen und das Lenken von Aufmerksamkeit. Weil je nachdem, wo meine Aufmerksamkeit ist, so empfinde ich auch die Berührung oder das macht auch was in der Bewertung der Berührung. Und letztendlich muss ich im Fazit auch sagen, es ist alles nur ein Modell und Spiel und es kann euch helfen, euch zu entdecken, die andere Person zu entdecken, eure Berührungsqualitäten zu verändern, eure Sexualität oder Kuscheln zu verändern und eure Verhandlungskompetenzen zu erhöhen. Aber es muss es nicht. Wenn du damit nichts anfangen kannst, es ist nur eins von vielen Tools, dann guck dich gern weiter um nach was anderem. Oder es macht total viel mit dir und du möchtest trotzdem nach was anderem gucken. Ich finde Verhandlungskompetenz gut auf die Grenzen und auf den eigenen Genuss zu gucken, wenn ich mit anderen Menschen interagiere, ist super wichtig. Nicht nur bei Berührungen, sondern auch, wenn ich mich mit Menschen verabrede. Wie läuft das Treffen? Für wen ist das eigentlich gut? Geht es über meine Grenzen? Ist es immer Genuss für mich? Muss es eigentlich immer Genuss sein? Oder geht es manchmal auch darum, die Beziehung zu pflegen und Probleme auszuräumen? Und habe ich am Ende da nicht auch einen Gewinn von? Ja, bei all dem hilft das Wheel of Consent. Ich finde, das ist genauso wie die gewaltfreie Kommunikation ein Tool, das… Ich finde, alle beigebracht bekommen sollten in der Schule, weil es einfach so sehr hilft, sich im Leben mit den Interaktionen mit anderen Menschen auseinanderzusetzen und da gut daraus hervorzugehen. Und jetzt danke ich dir für deine Aufmerksamkeit und möchte wie immer um eine Kleinigkeit bitten, um die Sichtbarkeit unseres Podcasts zu erhöhen. Und zwar macht es total Sinn, dass ich oder ein anderer Mensch aus unserem Podcast-Team vielleicht in anderen Podcasts auftaucht, die sich gar nicht mit dem Thema Beziehungen beschäftigen und deswegen dieser Podcast an Hörende herangetragen wird, die gar nicht auf der Suche sind nach Beziehungstipps. Das heißt, wenn du jemanden kennst oder einen Podcast kennst, wo du denkst, da passt ihr super rein, da müsst ihr unbedingt mal interviewt werden, dann schlag das gerne uns vor oder schlag das direkt dem Podcast vor, damit die an uns herantreten können. Wir sind dafür offen und ich persönlich tauche total gerne in anderen Podcasts auf, weil ich natürlich auch super daran interessiert bin, mich mit anderen Podcaster*innen kurzzuschließen und was zu lernen. Aber es gibt auch Leute im Team, die das sehr gerne machen würden. Also, wenn ihr da Ideen zu habt, gebt die gerne uns oder den anderen Podcasts weiter. dass wir als Interviewgäste zur Verfügung stehen. Und jetzt wünsche ich einen fantastischen Tag und viel Spaß mit dem Wheel of Consent. Schick uns gerne über Instagram oder eine E-Mail-Adresse Feedback dazu, wenn du Lust hast, deine Gedanken oder Erfahrungen damit zu teilen. Auf Wiederhören! Wie schön, dass du bei der heutigen Folge dabei warst. Wir freuen uns, wenn du etwas Wertvolles mitnehmen konntest. Vielleicht magst du es dir kurz notieren? Gab es einen Aha-Moment? Möchtest du etwas vom Gesagten umsetzen? Gibt es jemanden, mit dem du die Folge diskutieren möchtest? Geh für dich los und mach dein Leben lebenswerter. Und vergiss nicht, jede Person darf fühlen, was sie fühlt und hat gute Gründe für alles, was sie tut. Also sei verständnisvoll mit dir und mit deinen Herzensmenschen. So geht alles leichter.

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