- Warum die innere Haltung (Fülle statt Mangel) für Lust-Entdeckung entscheidend ist
- Begriffsklärung: Sexualität vs. Lust vs. Sex – inkl. Solo- und non‑penetrativer Formen
- Orgasmus, Messbarkeit und die Orgasmus‑Gap: Aussagekraft und Grenzen
- Wie lässt sich „guter Sex“ messen? Subjektive Kriterien und persönliche Messgrößen
- Das dominante, peniszentrierte Sex‑Skript – wer profitiert, wer nicht?
- Rollenbilder im Bett: Initiative, Passivität und Aushandlung statt Zuschreibung
- Historie, Patriarchat und (feministische) Pornografie als prägende Einflüsse
- Lösungen: Bildung, Übung, Kommunikation und gemeinsames Entdecken
- Haltung in der Praxis: Entspannte Neugier, Entkopplung vom Vergleich, Fülle statt Druck
- Fazit: Unterschiede anerkennen, lernen, Spaß haben – Praxisfolge folgt
- Definiere Sex, Sexualität und Lust für dich – deine Begriffe dürfen persönlich sein.
- Orgasmus ist kein Alleinindikator für „guten Sex“; Nähe, Verbundenheit und Zufriedenheit zählen.
- Das übliche peniszentrierte Skript passt vielen nicht – erfindet euer eigenes.
- Rollen sind verhandelbar, nicht geschlechtsgebunden.
- Sex ist lernbar: Bildung, Solo‑Erkundung und Austausch mit Partnys verbessern Qualität.
- Fülle‑Haltung reduziert Druck und öffnet Raum für Entdeckung.
- Gianna Bacio: Love your sex – ein zugänglicher Einstieg in Sexo‑Korporel‑Denkanstöße Autorenwelt |
Rowohlt Verlag
- Probier Neues in kleinen, entspannten Schritten aus und sprecht darüber, was euch gut tut. Die angekündigte Praxisfolge vertieft das Thema – hör gern wieder rein.
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Teaser
Also wie kann ich dafür sorgen, dass ich nicht mit so einem Mangelgefühl in dieses Entdecken von Lust und gutem Sex gehe, sondern aus einer Fülle heraus?
Intro
Willkommen bei Mono, Poly & Co.
Einleitung
Hey und schon geht’s los mit der Folge. Worum geht’s heute? Heute geht’s um Lust und Sexualität und auch Lustempfinden. Und das ist eine ziemlich besondere Folge, weil die nicht auf unserer Liste steht und auch nicht von irgendeiner hörenden Person eingereicht wurde, sondern im Team entstanden ist. Und zwar gab es den Wunsch nach einer Folge über weibliche Lust. Und da ging dann eine große Diskussion los, die zum Teil heiß herging und ich sehr liebe. Und am Ende ist jetzt eine Folge rausgekommen, wo es grundsätzlich um Lust und Sexualität geht, wo ich aber die Frage nach den Geschlechtern tatsächlich nicht außen vor lassen möchte. Für dich ist die Folge interessant, wenn du wissen willst, warum so viele Menschen schlechten Sex haben und wie guter Sex entsteht, beziehungsweise wie du guten Sex kriegen kannst. Völlig egal, welcher Geschlechteridentität du dich zuordnest und welche körperliche Ausstattung du hast. Genau, ich spreche heute, kleiner Ausblick wie immer, erstmal über die Definition, dann spreche ich darüber, was der aktuelle Stand ist bezüglich Lust und gutem Sex, laut meinem oder unserem Empfinden. Dann spreche ich über die Rolle des Patriarchats und natürlich auch über Lösungen. Was machen wir jetzt mit dem ganzen Quatsch? Und natürlich gibt es am Ende wie immer auch ein Fazit. Okay, los geht’s.
Definition
Definition, das ist gar nicht so einfach. Also Sexualität ist ein Gesamtkonzept, das aus Verhalten und Empfindungen und Interaktionen steht. Und dann ist Lust eben das Verlangen danach oder das Empfinden dabei, das Maß an Erregung. Und das sind natürlich grundsätzlich zwei völlig unterschiedliche Dinge und trotzdem hängen die ja total eng zusammen. Genau. Und wenn ich über Sex rede, dann rede ich meistens über den Akt, also über das sich selbst oder anderen in lustvoller Weise begegnen. Aber im Grunde genommen ist das ja das Gleiche, also das Wort ist ja nur eine Abkürzung, laut meinem Empfinden. Ich habe es tatsächlich nicht im Lexikon nachgeguckt. Und wenn ich über Sexualität spreche, dann spreche ich über das Konzept insgesamt, also die Summe all dessen, was ich mit Sexualität, mit Sex, mit Lust empfinde und was mein Konzept davon ist. Worum geht es denn beim Sex eigentlich? Was ist das überhaupt? Meiner Meinung nach geht es da um sinnliche Erfahrungen und eine gute Zeit miteinander. Es geht da um Befriedigung von verschiedenen Wünschen oder Bedürfnissen. Also nicht unbedingt sexuelle Befriedigung, aber auch, wenn ich über Sex spreche, dann spreche ich nicht über Sexualität. Also für mich ist es ein ordentliches Petting oder auch ein Gespräch über Sexualität, was sehr mit sexueller Spannung voll ist und sehr lustvoll und sinnlich für mich ist, ist auch Sex. Also wenn ich über Sex rede, dann spreche ich nicht unbedingt über Penetration, aber vielleicht auch. Und wenn ich Penetration sagen will, sage ich oft Piff, weil ich das irgendwie sympathischer finde. Das ist Penis-in-Vagina-Sex. Weil das ist noch ein bisschen neutraler, da komme ich aber später zu, als Penetration. Na, da komme ich später zu. Genau. Worum geht es bei Sex noch? Es geht jedenfalls nicht in erster Linie um den Orgasmus. Also so sehe ich das zumindest. In unserer Gesellschaft wird das natürlich schon so gesehen und viele Menschen sagen, ohne Orgasmus ist das kein richtiger Sex oder der Sex ist für mich nicht befriedigend oder der Orgasmus ist das Beste daran. Da können Menschen unterschiedlicher Meinung zu sein. Ich habe durchaus schon Sex ohne Orgasmus erlebt, den ich viel schöner fand als diverse Orgasmen, aber es gibt natürlich auch Orgasmen, die so großartig sind, dass sie nicht mit gutem Sex vergleichbar sind oder dass das nicht aussticht, obwohl das sehr selten ist. Aber also weder Penetration, also weder PIV noch ein Orgasmus gehört für mich zu gutem Sex dazu. Aber für manche Menschen ist ein Orgasmus durchaus ein Messinstrument für guten Sex, kommen wir auch später noch zu. Und alles, was ich gerade gesagt habe, also eine sinnliche Erfahrung oder eine gute Zeit, eine Befriedigung verschiedener Bedürfnisse oder Wünsche oder sexuelle Befriedigung, PIV-Sex, Orgasmus, guter Sex, das gilt auch alles nicht nur für Zeit zu zweit oder zu mehr. Man kann ja auch Sex mit mehr als einer Person haben, sondern es gilt eben auch für mich alleine. Solo-Sex werde ich heute auch an diversen Stellen erwähnen und ich kann da nur zu einladen, das wirklich zu zelebrieren und zu nutzen, weil es macht so viel Gutes. Komme ich aber auch später noch zu. So, wir sind immer noch bei der Definition, worum geht es bei Sex? Ich komme auch nochmal später dazu, aber wir sind ja noch in der Einleitung, worum es bei Sex geht, das darfst du auch ein Stück weit selber entscheiden. Warum hast du Sex? Warum hast du jetzt in diesem Moment Sex? Und was bedeutet das für dich? Das ist letztendlich deine Sache. Und Menschen haben wirklich aus den unterschiedlichsten Gründen Sex und keiner ist besser als der andere. Und dann, wir sind immer noch bei der Definition, die Folge heißt ja Lust und guter Sex. Was ist denn überhaupt guter Sex und wie messe ich das? Die Forschung mag das gern sehr, also mag gern messbare Dinge und deswegen untersucht die Forschung oft einfach nur den Orgasmus. Also wer hat wann wie viele Orgasme, es gibt ja sogar eine Studie dazu. Also ich habe sie nicht nachgeguckt, deswegen könnte ein Urban Myth sein, könnte einfach ein Meme sein, was gar nicht stimmt. Aber es wurde ja auch mal untersucht, ob Menschen mit oder ohne Socken mehr Orgasmen haben. Und also die Forschung mag einfach auf den Orgasmus gucken, weil das was so schön Messbares ist. Und es gibt die sogenannte Orgasmus-Gap. Und die Orgasmus-Gap ist, dass gemessen wird, wie viele, es ist wieder im binären System, wie viele Männer haben Orgasmen, wie viele Frauen haben Orgasmen, jeweils mit Sternchen versehen in meiner Welt. Und da gibt es einen deutlichen Unterschied. Ich kenne die aktuellen Zahlen nicht, aber es ist irgendwie so 60 Prozent bei Frauen und 90 Prozent bei Männern bei der Frage, wie oft habt ihr grundsätzlich einen Orgasmus beim Sex. Ändert sich dann auch schon wieder, wenn es um Same-Sex-Geschichten geht. Also wenn Frauen mit Frauen schlafen und Männer mit Männern, dann verschiebt sich das nochmal. Aber das ist im Heterokontext gemessen, soweit ich das weiß. Also dass es Orgasmusforschung gibt und nur Orgasmus-Gap gibt, das ist erstmal ein Fakt. ob das, was sagt… Über die Qualität des Sexes, das möchte ich durchaus mal in Frage stellen. Da kommen wir auch später noch zu, aber nicht jeder Sex ist gut, bei dem ich einen Orgasmus hatte. Und was diese Orgasmus-Gap dann sagt, das finde ich ist durchaus interpretierbar. Also für manche Menschen drückt es genau das aus, wie es ist. Und für manche Menschen drückt es aus, dass, keine Ahnung, Frauen sich schlechter um sich kümmern können. Frauen schlechter zum Orgasmus kommen können. Übrigens eine Lüge, wie ich glaube, dass Männer egoistisch sind. Was auch immer man da rein interpretiert, es sorgt dafür, dass es eher eine Verschärfung von Ungleichheiten gibt als eine Auflösung der patriarchalen Strukturen. Denn ein Orgasmus-Gap ist im Grunde genommen nur das, ein Ausdruck patriarchaler Normen. Genau, das lasse ich jetzt einfach mal so stehen, weil alleine darüber könnte ich ja jetzt schon zehn Stunden quatschen. Wie kann man also guten Sex messen, wenn es nicht um den Orgasmus geht? Naja, Sexualität ist körperliche Intimität, also körperliche Nähe. Also wie nah, wie verbunden, wie zärtlich, wie eng fühle ich mich mit der Person? Also wie viel Nähe empfinde ich durch den körperlichen Akt? Da könnte man auch hingucken. Ob das jetzt messbar ist, würde ich nicht sagen. Aber das ist etwas, es ist nicht für Studien messbar, glaube ich. Also ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren, aber es ist schon sehr schwierig. Aber ich kann für mich natürlich gucken, wenn ich mich frage, war das guter Sex oder nicht? Wie körperlich nah, wie intim, wie eng, wie verbunden habe ich mich gefühlt? Und auch ein Messinstrument könnte tatsächlich sein, wie befriedigt fühle ich mich gerade? Wie erleichtert, wie entspannt, was auch immer deine Motivation ist für Sexualität, könntest du dann gucken, wie ging es mir damit vorher und wie geht es mir jetzt danach. Aber die Frage ist ja, wie messen wir guten Sex? Kann ich dir nicht sagen. Du musst für dich eigene Messinstrumente finden und gesellschaftlich oder über alle Geschlechter hinweg bezogen ist es schwierig. Deswegen kann ich schon nachvollziehen, warum es die Orgasmusforschung gibt. Ich messe guten Sex einfach daran, wie viel Spaß er mir gemacht hat und wie entspannt ich und befriedigt und glücklich ich danach bin. Genau, das war die Definition. Also Sexualität versus Lust. Sexualität ist das Gesamtkonzept und Lust ist ja im Grunde genommen ein Gefühl davor, dabei, danach. Worum geht es bei Sex? Das hat ganz unterschiedliche Gründe. Und wie messe ich guten Sex? Leider sehr individuell, finde ich. Und empirisch ist das ganz schwierig zu sagen. Trotzdem lohnt es sich, darüber nachzudenken, über all das, was ich gerade gesagt habe, weil das bringt dich näher zu deiner guten Sexualität. Okay, was ist jetzt der aktuelle Stand in Bezug auf Sexualität in unserer Gesellschaft
Aktueller Stand mit Geschlechterbezug
und Sexualität für die einzelnen Menschen? Und ich habe ja gesagt, ich möchte da auch einen Geschlechterbezug zu herstellen. Und die Folge ist ja ursprünglich angedacht worden mit der Frage, wie können wir eigentlich Sexualität für Frauen verbessern? Und deswegen finde ich einen Geschlechterbezug an dieser Stelle total wichtig. Und also was ist der aktuelle Stand in unserer Gesellschaft bezüglich Lust und gutem Sex? Also erstmal kann ich schon mal vorweg sagen, ich finde, viel zu viele Menschen haben viel zu schlechten Sex. Besser geht immer, guter Sex ist einfach großartig. Aber wird guter Sex durch das gängige Skript oder das gängige Bild in Pornos oder das gängige Bild in unserer Gesellschaft hergestellt? Ich möchte es bezweifeln, denn das gängige sexuelle Skript ist tatsächlich ziemlich penisorientiert und das sage ich ganz liebevoll, denn tatsächlich ist es ja einfach so, dass Vulvinas, also statt Vagina oder Vulva zu sagen, sage ich Vulvina, damit man das ganze Organ betrachtet, weil das finde ich zusammengehört. Also das, was ein Penis braucht, um sich gut zu fühlen oder eine Penistragende Person und das, was eine Vulvina-tragende Person braucht, das sind einfach sehr unterschiedliche Dinge. Ein Penis ist schneller, eine Vulvina ist langsamer. Eine Vulvina hat so rein anatomisch sehr viel größere Bereiche, die sich sehr unterschiedlich verhalten als ein Penis und ein Penis ist darauf ausgelegt, seinen Samen zu verbreiten. Eine Vulva ist darauf ausgelegt, eine Vulvina ist darauf ausgelegt. Ja, weiß ich auch nicht. Biologisch betrachtet… Und wahrscheinlich Spaß zu verbreiten, keine Ahnung, ist jetzt rumfabuliert, bitte nehme ich nicht beim Wort. Aber das, was ich damit sagen will, ist, dass das Skript, was wir so klassischerweise haben, knutschen, bisschen fummeln, eventuell blasen, Penetration und dann der Orgasmus des Mannes und fertig, das ist halt ein Skript, das sich sehr an der penistragenden Person orientiert. Und gerade dieses, der Sex endet, wenn der Penis nicht mehr erigiert ist, weil er einen Orgasmus hatte, das ist ja ziemlich Standard. Und selbst in feministischen Kreisen ist das etwas, was sich ziemlich durchzieht. Weil natürlich, wenn ich in Sexualität PIV mit reinrechne, dann brauche ich einen erigierten Penis dazu. Aber ich sage ganz oft in der Beratung, also niemand braucht einen erigierten Penis für guten Sex. Und insofern, das, was ich an dieser Stelle einfach sagen will, ist, dass das gängige Skript auf den Orgasmus des Penis ausgerichtet ist. Dass das aber nicht zwingend heißt, dass eine Penistragende Person immer Spaß an diesem Konzept hat, vor allen Dingen aber sorgt es dafür, dass die Vulvina-tragende Person relativ wenig Spaß daran hat. Es sei denn, sie gehört zu den wenigen Menschen, die durch Penis- und Vagina-Sex tatsächlich zuverlässig zum Orgasmus kommen. Genau, und wenn ich mir so angucke, wie Sexualität gelebt wird, also es gibt da unterschiedliche Studien, zwischen drei und sechs Minuten dauert der penetrative Akt und insgesamt unter einer halben Stunde die ganze Sexualität. Wenn ich dann bedenke, dass eine Vulvina ungefähr 30 Minuten braucht, um richtig in Fahrt zu kommen, dann ist das irgendwie ungünstig für eine Vulvina-tragende Person, dieses gängige Sexskript. Und deswegen finde ich es wichtig, das zu hinterfragen. Nicht für die Vulvina-tragende Person, sondern für die beiden beteiligten Personen. Denn das ist ein Skript, das ist patriarchal entstanden, geschichtlich entstanden. Das ist ja nicht am Reißbrett geplant worden, sondern ja, das hat sich irgendwie so ergeben. Aber ich darf hinterfragen, ob das etwas für mich ist. Und es kann sein, dass es das total für dich ist, dass es richtig gut funktioniert und du das genau so haben willst. Dann, ey, go for it, mach es weiter. Aber es lohnt sich durchaus zu hinterfragen, ob das funktioniert. Das ist, was ich sexuell brauche. Also der aktuelle Stand ist, es gibt ein sexuelles Skript. Und dieses sexuelle Skript ist für alle Beteiligten an vielen Stellen unzulänglich. Und führt nicht dazu, dass wir guten Sex haben. Weil, naja, wenn man sich mal umguckt und die Leute tatsächlich fragt, bist du mit deinem Sexleben zufrieden? Also ich kenne keine Studie dazu. Wenn du eine kennst, Herr Damage, dann schreibe ich sie drunter. Aber mein Eindruck ist eher, dass die meisten Menschen durchaus Verbesserungspotenzial bei ihrer Sexualität sehen. Also zu gucken, was gibt es für ein gängiges Skript und wem bringt das was genau, ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt und der würde beim aktuellen Stand tatsächlich einiges machen, weil der aktuelle Stand ist meiner Erfahrung nach, wie eben gesagt, dass Sexualität verbesserungswürdig ist. Was mir beim aktuellen Stand nochmal sehr wichtig ist, ist, dass es eine Aufteilung in passiv und aktiv gibt. Also dass es oft so eine Idee in uns allen gibt, also sowohl in weiblich sozialisierten als auch in männlich sozialisierten Köpfen, dass penistragende Personen Initiative ergreifen und die Führung im Bett übernehmen und die Vulvina-tragende Person ja basically den Seestern macht. Ich will nicht sagen, dass das alle denken, dass das richtig ist, aber das ist schon was, das sich aus diesem Skript ergibt. Und ich kann auf jeden Fall sagen, dass die meisten Penistragenden Personen überhaupt keine Lust darauf haben, dass Frauen den Seestern machen. Also dass Vulvina-tragende Personen den Seestern machen, dass die auf dem Rücken liegen und sich bedienen lassen oder sich penetrieren lassen und das über sich ergehen lassen. Ich will gar nicht sagen, dass es viele Frauen machen, aber ich kenne tatsächlich aus meiner Beratung und aus meinem Umfeld viele Frauen, die denken, dass das genau das ist, was von Frauen erwartet wird. Die dürfen keine Lust zeigen, die dürfen nicht gierig sein. Und ehrlich gesagt ist das überhaupt nicht das, was die meisten penistragenden Personen sich wünschen. Und ich wollte das nur mal erwähnt haben. Ich möchte auch erwähnen, der aktuelle Stand ist, dass irgendwie davon ausgegangen wird, dass Männer immer Bock auf Sex haben oder mehr Bock auf Sex haben und Frauen nie Bock auf Sex oder weniger Bock auf Sex haben. Da werde ich auch in der Praxisfolge drauf eingehen. Ich glaube nicht, dass es eine Studie gibt, die das sagt. Ehrlich gesagt habe ich nur Studien bisher gefunden, die das Gegenteil behaupten, nämlich dass die Libido durchaus geschlechterübergreifend gleich verteilt ist. Und das ist auch meine Erfahrung in der Beratung. Also das zu hinterfragen kann durchaus Sinn machen. und der aktuelle Stand ist meines Wissens nicht, dass es einen Libido-Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt. Und es wäre, selbst wenn das so wäre, nicht hilfreich, das immer wieder zu kultivieren. Erstens, weil ich grundsätzlich binäres Geschlechterdenken für nicht hilfreich finde, weil die Unterschiede herauszuarbeiten und dann eine Opferhierarchie herstellen, ist nicht klug, obwohl ich das manchmal selber mache. Ich bekenne mich schuldig. Also erstens, diese Libido-Unterscheidung hilft irgendwie niemandem. Und zweitens ist es ja nun mal so, dass wir, wenn es gut läuft, aus dem binären Geschlechtersystem ein Stück weit aussteigen und dann macht das sowieso überhaupt keinen Sinn. Wenn es um individuelles Wohlbefinden geht, geht es eben auch um individuelle Skripte und Bedürfnisse und dann sind so generalisierte Aussagen sowieso überhaupt nicht hilfreich. Zusammenfassend, was ist der aktuelle Stand in Bezug auf Sexualität? Es gibt Skripte, die sind in erster Linie penisorientiert. Wem die was genau bringen und wer daran Spaß hat, darf man hinterfragen. Ich glaube, dass viele, viele penistragende Personen keine Lust darauf haben, ausschließlich darauf reduziert zu werden, der aktive Teil zu sein und eine passive Gegenposition zu haben. Ich glaube, dass wir immer wieder damit arbeiten, dass es Liebe die Unterschiede gibt und das nützt uns überhaupt nichts. Und ich glaube, dass wir insgesamt einfach viel zu viel schlechten Sex haben, weil, ja, warum eigentlich? Komme ich später noch zu. Vor allen Dingen, wie das abgeschafft werden kann oder wie das verändert werden kann. Genau. So, also jetzt habe ich die Definition und wie messen wir eigentlich guten Sex behandelt. Ich habe über den aktuellen Stand gesprochen. Ich habe heute relativ wenig konkrete Hinweise auf Studien und so, weil es da einfach so viel gibt. Es ist wirklich meine persönliche Meinung und wenn du an einer Stelle feststellst, ne, sehe ich anders, hey, challenge mich. Braucht vielleicht ein bisschen Zeit, bis ich darauf antworte, aber ich denke gerne darüber nach, ob das, was ich hier verbreite, Quatsch ist. Es ist aber auf jeden Fall der Stand nach bestem Wissen und Gewissen und ich beschäftige mich tatsächlich viel damit.
Rolle des Patriarchats
So, wenn wir jetzt weitergehen in der Agenda, dann haben wir den nächsten Punkt, die Rolle des Patriarchats. Also die, Ich habe es gerade schon gesagt, das ist ja insgesamt nicht am Reißbrett geplant worden, sondern gewachsen aus einer Geschichte, die wir haben. Sesshaftwerdung, Kontrolle der weiblichen Sexualität aufgrund von Vererbungen. Naja, und ich sage mal so, wenn ich nicht weiß, was ich essen soll und mit Sklaverei zu kämpfen habe, dann ist ja die Frage, ob ich Spaß an Sex habe, erstmal sekundär. Und es ist ja ein totales Luxusproblem, dass wir uns diese Frage überhaupt stellen können. Aber summa summarum kann man sagen, es gibt durch das Patriarchat eine Orientierung am Penis und ich glaube, dass die für beide nicht sinnvoll ist, wenn wir darauf gucken, dass Sexualität, Sinnlichkeit, Genuss, Spaß, Freude, Befriedigung geben soll. Und da dürfen wir durchaus überlegen, ob der Samenerguss das ist, was wir als sexuelles Kernelement sehen. Wenn ich ein Kind kriegen will, ist das natürlich schon wichtig. Aber ansonsten darf ich das durchaus hinterfragen, wozu Sexualität überhaupt gut ist. Bei dieser ganzen Geschichte spielt Pornografie natürlich eine große Rolle, weil durch die Pornografie das sexuelle Skript durchaus bestätigt wird. Und ich kann wirklich nur anregen, feministische Pornografie auch mal anzuschauen, wo mehr Vielfalt dargestellt wird, mehr Konsent dargestellt wird. Und auch also Vielfalt nicht nur in Bezug auf die Körperform, sondern auch auf die Praktiken. Das kann total inspirierend sein. Aber die Pornografie mit den klassischen Pornos, die auf das Ejakulat hinarbeiten, die verstärken natürlich dieses Bild und diese peniszentrierte Skript nochmal. Und ich sage es nochmal, ich möchte bezweifeln, dass alle penistragenden Personen den Samenerguss als das Wichtigste beim Sex sehen. Was aber wichtig ist an der Stelle, ist eben, wir können das Patriarchat hinterfragen und das sollten wir meiner Meinung nach auch für alle Beteiligten. Im Grunde genommen, wenn wir wieder auf die Biologie gehen, haben ja beide Geschlechter und beide Körperausprägungen unterschiedliche Ziele. Und das im Kopf zu behalten und dass diese unterschiedlichen Ziele durch das Patriarchat unterstützt werden, das ist einfach wichtig, das im Kopf zu haben. Und klar zu haben, dass es kein generelles Richtig und Falsch gibt. Aus dem gewachsenen Skript gibt es natürlich ein Richtig und Falsch. Aber möchte ich das aufrechterhalten oder möchte ich den Luxus anerkennen, den wir gerade haben, dass wir dann auch gucken können, was macht Sex für mich und wie kann ich den Genuss, den Gewinn dabei für mich maximieren und vielleicht sogar gleichzeitig für die anderen Personen maximieren. Also mir klar machen, dass es kein generelles Richtig und Falsch gibt und dass, wenn ich in dieser Rolle bleibe, passiv und aktiv, penetrierend und empfangend, dann stabilisiere ich ein System, das eigentlich für beide nicht viel Gutes bringt. Und auch zu sagen, okay, aber Männer haben mehr Orgasmen, deswegen sind die die Täter und Frauen sind die Opfer. Auch das stabilisiert ein System. Ich möchte an dieser Stelle nochmal erwähnen, das heißt nicht, dass das keine Rolle spielt. Es gibt natürlich ganz, ganz viele Menschen, also ganz, ganz viele Frauen, die sich vielleicht mehr Orgasmen wünschen würden oder schlechten Sex haben, weil das System so ist, wie es ist. Ich will gar nicht sagen, dass ich mich über die Orgasmus-Gap nicht beschweren darf oder dass ich nicht sagen darf, ich möchte, dass das anders ist, weil mir ein Orgasmus als Frau auch wichtig ist und ich das unfair finde. Das will ich alles gar nicht sagen. Aber wenn wir darauf schauen, also es sind ja zwei unterschiedliche Dinge. Auf der einen Seite möchte ich vielleicht meinen Schmerz anerkannt haben, möchte vielleicht ein Stück weit heilen, möchte vielleicht ein Stück weit gesehen werden. und auf der anderen Seite gibt es den Blick in die Zukunft, in das Jetzt, was möchte ich denn? Was sind denn meine Wünsche und Bedürfnisse, Aus mir heraus und nicht aus meiner blöden Vergangenheit heraus. Und das sind zwei unterschiedliche Dinge. Und natürlich darf und soll es Raum geben für, Mann, ich hatte 20 Jahre schlechtes Sex, weil unser System so scheiße ist. Natürlich darf das Raum haben und sollte es auch Raum haben. Und ich finde, da hat jede Person auch ein Dutzidutzi und eine Umarmung verdient, weil das ist scheiße. Aber es heißt ja nicht per se, dass Männer dann guten Sex haben. Und das bringt für die Zukunft erstmal gar nichts. Also, die Information, ich finde es so, wie es jetzt ist, scheiße. Das ist eine wichtige Information und die darf ich mitnehmen. Aber ich darf mir gut überlegen, mache ich die Diskussion auf, um Duzi Duzi für die Vergangenheit zu bekommen? Ich finde das oft sehr wichtig. Oder mache ich die auf, weil ich tatsächlich unsere Sexualität verbessern will? Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Und das darf ich im Kopf haben. Genau, also die Rolle des Patriarchats, die ist nicht wegzudenken in der Frage, wie ist eigentlich unser aller Sexualität, wie ist eigentlich unser aller Lustempfinden und wie viel Lust haben wir eigentlich und was für eine Rolle spielt das in unserem Alltag. Und ich darf das anerkennen und berücksichtigen. Und ich darf damit jetzt was anders machen, wenn ich das möchte. Am liebsten wir alle, weil guter Sex ist gut. Und ich denke, wenn du asexuell bist, hörst du die Folge nicht. Aber vielleicht entdeckst du auch gerade erst, dass du asexuell bist. Ich will dir nicht sagen, dass dir dann was fehlt. Ehrlich gesagt, ich wünsche mir manchmal asexuell zu sein, weil mit dem Bedürfnis nach Sexualität habe ich ein Bedürfnis mehr, was ich ohne dieses Bedürfnis… Also mein Leben ist einfach viel komplizierter dadurch, dass ich Sex brauche oder will. Und wenn ich dieses Bedürfnis nicht hätte, fände ich schon geil. Damit würde ich nicht sagen, dass du es als asexuelle Person besser hast. Aber ich will auch definitiv nicht sagen, dass du es schlechter hast, nur weil dir abgeht, Freude an Sexualität zu haben. Also das ist dann halt so. Und wir alle haben Dinge, die uns unterscheiden von anderen Menschen und die wir an manchen Tagen doof und an manchen Tagen toll finden. Und also… Es gibt Vor- und Nachteile an allem. Genau, also, Rolle des Patriarchats ist an unserer aktuellen Sexualität nicht mehr wegzudenken. Opferhierarchien bringen nichts und auch nicht die Skripte, die es gibt, zu wiederholen, sondern ich darf das hinterfragen und einen bewussten Umgang damit finden.
Lösung
Genau, und da sind wir auch schon direkt in der Lösung, was können wir denn machen, damit von uns allen die Lust größer wird oder befriedigender wird und dass wir mehr guten Sex haben. Die Lösung ist natürlich, dass du dich auf den Weg machst und diese Sachen ernst nimmst und im Idealfall dich auch mit anderen Menschen zusammen auf den Weg machst, mit deinen sexuellen Partnerpersonen oder auch mit anderen Menschen, die anonym sind und die dir somit nicht so viel Angst machen vielleicht. Was auch immer du brauchst, mach dich auf die Suche. Was ist für dich Lust und guter Sex? Was macht dir Lust? Was befriedigt deine Lust? Und was macht deinen Sex gut? Und da gibt es ganz viele Bücher und so. Ich bin ein großer Freund von Videos und Kursen und Videokursen, die man alleine machen kann. Aber auch Tantra-Seminare und was weiß ich, da gibt es auch ganz viel. Informier dich, bilde dich weiter oder hab einfach Spaß daran, dich mit Lust und Sexualität auseinanderzusetzen. Ich kann da OMG Yes empfehlen. Es ist eine Plattform, die Menschen guten Sex im Grunde genommen beibringt und ganz viel Wissen vermittelt. Das ist kein kostenloser Zugang, das muss man kaufen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Im Joyclub zum Beispiel gibt es auch ganz viele Videos, die ich, wenn ich im Joyclub bin, kostenfrei nutzen kann und die sind wirklich extrem gut produziert. Also ob das jetzt Thema erektile Dysfunktion oder Gruppensex oder Solosex ist oder so, da gibt es wirklich ganz tolle Sachen. Und wenn du dich mit, wie verbessere ich meine Lust, wie habe ich besseren Sex beschäftigst, dann kann es durchaus sinnvoll sein, mal auf den Erotic Blueprint zu gucken. Da habe ich schon ein paar Mal was zu gesagt. Ich möchte da keine Seite empfehlen, aber mach dich doch mal kund. Was ist das für ein Konzept und was bist du für eine Person? Also was gibt es da für Möglichkeiten und entdeck dich einfach selber das verändert schon per se was ich kann auch total Sexocorporel empfehlen, den Podcast von Gianna Bacio also es gibt da einfach wirklich schon eine ganze Menge und die Lösung zu gutem Sex kann einfach sein, es zu lernen, denn Sexualität ist veränderbar und Sex ist lernbar. Wenn ich darauf gucke, wie kann ich meine Lust steigern, meinen Sex besser machen, dann ist es auch wichtig, sich klarzumachen, dass Penis und Vulvina durchaus unterschiedliche Dinge brauchen und einfach andere Geräte sind. Und eine Maschine, die ein Auto baut, braucht auch andere Dinge als einen Staubsauger. Ja, und jetzt will ich das nicht vergleichen, aber im Grunde genommen, es sind unterschiedliche Organe, also brauchen die auch unterschiedliche Dinge. Und mir das bewusst zu machen und dann nicht mehr davon auszugehen, dass eine Vulvina ein kompliziertes Organ ist und ein Penis gar nichts braucht, um zum Orgasmus zu kommen. Nein, ein Penis will auch Aufmerksamkeit und eine Vulvina ist wirklich nicht so kompliziert, wenn man sich mal damit beschäftigt. Das darf ich im Kopf haben, dass es einen Unterschied gibt zwischen diesen beiden Organen und dass die unterschiedliche Dinge brauchen und dass sie auch Forderungen haben dürfen und dass sie auch unterschiedlich sind. Also wenn ich mir einen Penis angucke, also es gibt penistragende Personen, die haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu, wie ihr Penis gut behandelt wird. Und das darf ich auch im Kopf behalten. Und ich sage es nochmal, ja, Vulvinas sind nicht kompliziert. Wenn man sich mal damit beschäftigt, ey, da gibt es so viele Möglichkeiten, die sind im Grunde genommen, ehrlich gesagt, ziemlich einfach. Man muss sich nur darauf einlassen. Wenn ich auf die Lösung gucke, wie steigere ich meine Lust und wie komme ich zu gutem Sex, dann ist, glaube ich, das Wichtigste, dass, wenn es um Paarsexualität oder gemeinsame Sexualität geht, dass es eben auch um gemeinsame Lust geht, um gemeinsame Entdeckungen. Das ist halt nicht im luftleeren Raum. Also natürlich gibt es auch den Sex, der einfach nur Bedürfnisbefriedigung ist. Also ich mache das für dich, was du alleine nicht für dich machen kannst und andersrum. Natürlich gibt es das auch. Aber wenn ihr miteinander schwebt, miteinander in Austausch geht, miteinander in Kontakt, in echten Kontakt geht und miteinander Sinnlichkeit entdeckt, erlebt, das ist einfach total schön und verbindend. Und das gemeinsam zu tun und mehr auf die gemeinsame Befriedigung zu gucken, was können wir gemeinsam erreichen, das steigert auf jeden Fall Sexualität. Und auch sich auf das Entdecken zu konzentrieren, zu gucken, okay, warum mache ich das eigentlich und was gibt es da zu entdecken? Was gibt es noch? Was habe ich schon erlebt und was möchte ich vielleicht erleben? Und was möchte ich hinterfragen? Also was ist, wenn ich Dinge, wo alle immer Sternchenaugen kriegen, einfach blöd finde? Und was sind die Dinge, bei denen ich dann Sternchenaugen kriege? Also mach dich da auf die Suche mit anderen Menschen zusammen oder alleine. Und was gehört noch zur Lösung? Dass ich wirklich nicht darauf gucke, was sagen andere, was guter Sex ist und was wollen andere, sondern was will ich? Und wie gelingt es mir, eine gute Zeit zu haben bei Sexualität? Wie gelingt es mir, einen Orgasmus zu haben bei Sexualität? Und was ist mir wichtig und was macht mir Spaß und was macht mir keinen Spaß? Also wirklich immer wieder gucken, wie kann ich hier das maximal genießen? Und ich glaube, eine Sache, die an allen Stellen hilft, wenn ich was verändern will, ist, einen bewussten Umgang mit Fülle zu haben und nicht aus dem Mangel zu kommen. Also nicht, ich will keinen schlechten Sex mehr haben, sondern wie kriege ich guten Sex her? Und was kann ich machen, dass ich das aus einer Position heraus mache, wo ich keinen Druck habe, wo die Verbesserung des Sexes für mich die Kirsche auf dem Eis ist? Aber Eis gibt es schon. Also wie kann ich dafür sorgen, dass ich nicht mit so einem Mangelgefühl in dieses Entdecken von Lust und gutem Sex gehe, sondern aus einer Fülle heraus? Was kann ich da machen, dass ich da in die Fülle komme? Dass ich da nicht denke, ich habe was verpasst, sondern hey, was ich habe, ist schon ziemlich cool und jetzt sehe ich zu, dass es mehr wird. Weil wenn ich keinen Druck dabei habe, dann entdecke ich meistens viel mehr. Das ist halt die alte Geschichte. Wenn ich was suche und zwar desperately, also wirklich verzweifelt, mit viel Druck etwas suche, finde ich es meistens nicht. Und wenn ich überhaupt nicht drüber nachdenke, dann fällt es mir manchmal in den Schoß. Genau, also die Lösung ist, bilde dich weiter. Mach dir einen Unterschied zwischen Penis und Vulvinas klar und geh weg von der Penis ist dies und die Vulvina ist das. Entdecke, finde deine Lust, finde deine gemeinsame Lust mit deinem Gegenüber und sieh zu, dass du eine gute Zeit hast.
Fazit
Also, was ist das Fazit dieser Folge? Ich habe heute über die Definition von Lust und guten Sex gesprochen, den aktuellen Stand, die Rolle des Patriarchats dabei und welche Lösungen es geben kann. Wenn du mehr Lösungen willst, hör bitte gerne auch die Praxisfolge, die eine Woche nach dieser Folge erscheint. Und was ist jetzt das Fazit? Also das Fazit ist für mich auf der einen Seite, den Unterschied wirklich im Kopf zu haben, dass sowohl körperlich als auch biologisch als auch menschlich es eben unterschiedliche Positionen gibt. Also was wollen die jeweiligen Geschlechter und was will der individuelle Mensch? Und da klar zu haben, hey, da gibt es Unterschiede und ich darf das kennenlernen. Ein weiterer Punkt ist, nicht nur Frauen brauchen besseren Sex. Und oder mehr Orgasmen, sondern alle. Und nur weil es im Moment so sich darstellt, dass Penistragende Personen häufiger einen Orgasmus haben als Vulvina-tragende Personen, heißt das noch lange nicht, dass Männer grundsätzlich besseren Sex haben als Frauen. Und wenn du dich auf den Weg machst, dich bildest, etwas lernst, entdeckst, dann hilft das auf jeden Fall, Lust und guten Sex zu verbessern und dein Empfinden damit zu verbessern. Und ich wünsche dir ganz viel Spaß damit. Und jetzt kommen wir zum letzten Teil. Ich hoffe, die Folge hat dir gefallen.
Aufruf
Ich hoffe, du hast Lust, uns zu unterstützen. Wir suchen gerade mal wieder eine Grafikerin oder einen Grafiker, der uns dabei hilft, unsere Podcast-Bilder zu machen, der uns dabei hilft, Flyer zu generieren oder Aufkleber, der uns dabei hilft, die Homepage schöner zu machen. Also wenn du Lust hast, deine Grafik-Designer-Fähigkeiten oder einfach nur, du brauchst da keinen Titel für. Wenn du Bock hast zu designen, dann meld dich bei uns. Wenn du Lust hast, ein bis unendlich viele Stunden pro Monat in dieses Projekt zu stecken. Und eine Stunde reicht, es reichen auch zwei im Monat. Guck, was du mitbringen kannst. Und jetzt wünsche ich einen fantastischen Resttag. Bis dann.
Outro
Wie schön, dass du bei der heutigen Folge dabei warst. Wir freuen uns, wenn du etwas Wertvolles mitnehmen konntest. Vielleicht magst du es dir kurz notieren? Gab es einen Aha-Moment? Möchtest du etwas vom Gesagten umsetzen? Gibt es jemanden, mit dem du die Folge diskutieren möchtest? Geh für dich los und mach dein Leben lebenswerter. Und vergiss nicht, jede Person darf fühlen, was sie fühlt und hat gute Gründe für alles, was sie tut. Also sei verständnisvoll mit.
