📌 Themen dieser Folge:
- Warum Aufmerksamkeit das knappe Gut ist – Beziehungen im Netzwerk denken
- Gesellschaftliche Skripte: „Nummer eins“, Hierarchien und unser Vergleichsreflex
- Vier Aspekte im Vergleich: Sex, Verliebtsein, Romantik, Freundschaft – Funktionen, Rituale, Sog
- Individuelle Prioritäten statt Universalrezepte: „Es kommt darauf an“
- Praktisches Zeitmanagement: Allein, zu mehreren, Übernachtungen, eigene Freizeit
- Nähe ohne Treffen: Asynchrone Verbindung und kleine Rituale im Alltag
- Gefühle von Ausschluss einordnen: Gegenwartsanlass vs. alte Wunden
- Ungleichgewichte akzeptieren und fair verhandeln: Win‑Win statt Dogma
- Entscheidungen treffen: selbstfürsorglich und rücksichtsvoll, Erwartungen klären
- Fazit: Aufmerksamkeit zählen, Vergleiche relativieren, flexibel neu justieren
💡 Das Wichtigste in Kürze
- Aufmerksamkeit ist die knappe Ressource, nicht Liebe.
- Fairness heißt Bedürfnisgerechtigkeit – nicht identische Zeitverteilung.
- Treffen-Häufigkeit ist keine Beziehungsaussage – äußere Umstände und individuelle Kapazitäten zählen.
- Nähe lässt sich über Rituale und asynchrone Kommunikation stärken.
- Skripte erkennen und hinterfragen – Lösungen individuell verhandeln.
- Rücksichtsvoller Egoismus: eigene Bedürfnisse ernst nehmen und gleichzeitig die der anderen mitdenken.
- Ausschlussgefühle prüfen: aktueller Anlass oder alte Verletzungen?
- Bedürfnisse wandeln sich mit Phasen (z. B. Neuverliebtheit, Zyklen).
🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
- Zeitmanagement in Poly-Beziehungen: Reddit‑Sammlung mit Beispielen
- Gesellschaftlicher Kontext zu Freundschaft: Psychologie Heute – „Freundschaft ist so wichtig wie die Liebe”
- Chancengleichheit vs. Chancengerechtigkeit: Konzept nach Craig Froehle (Equality vs. Equity)
📚 Buchtipps:
- Ole Liebl – Freunde lieben: Die Revolte in unseren engsten Beziehungen. Autorenwelt
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Credits:
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Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
Einführung
Willkommen bei Mono, Poly & Co., dem Non-Profit-Wissens-Podcast für Beziehungen in allen Formen. Ich bin Sonja Jüngling, Paar- und Sexualberaterin und außerdem Beziehungsbegeisterte, Abenteurerin und Gegensatzaushalterin. Mein wundervolles Team und ich liefern dir frei Haus und kostenlos alles, was du für die individuelle Gestaltung deiner Beziehungen benötigst. Mit ganz praktischen Tipps, Insights und Interviews. Schön, dass du für dich losgehst. Nutz gern zusätzliche Unterstützungsangebote und schaff Raum für das, was dich bewegt. Und nun viel Spaß mit der heutigen Folge. Hey ho, schön, dass du wieder dabei bist bei einer neuen Themenfolge von Mono, Poly & Co. Stefan Oßmann hat gesagt, das knappe Gut in Beziehungen ist nicht Liebe, davon gibt es genug, sondern es ist Aufmerksamkeit. Also das, was ich wirklich aufteilen muss, ist meine Aufmerksamkeit zwischen den Menschen und wenn es da fehlt, dann kann Eifersucht entstehen. Also das ist natürlich nicht wortwörtlich, aber so ein bisschen von mir zusammengefasst. Und ich finde, das passt ganz gut zu dem Thema, mit dem wir uns heute auseinandersetzen wollen. Das ist nämlich eine Frage aus der Hörerinnenschaft. Das ist die Frage, wie gehe ich denn, also was ist eine gute Balance zwischen den geliebten Menschen? Wie teile ich meine Zeit auf? Sex, Verliebtsein, Romantik, Freundschaft, was ist denn eigentlich wichtiger? Und darauf gehen wir heute ein. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich da zwei Aspekte sehe. Nämlich einmal, vor allen Dingen, wenn wir auf monogame Konzepte gucken, wie behandle ich eigentlich meine Partnerschaft gegenüber den restlichen Beziehungen, Arbeitskolleginnen, Freundschaften, Familie. Und der zweite Teil ist eben, wie mache ich das, wenn ich Polyamor lebe oder offene Beziehungen habe? Wie unterscheide ich da, mit wem ich meine Zeit verbringe? Da kommen natürlich auch so Fragen rein, wie gehe ich damit um, wenn andere Personen vorgezogen werden. Damit beschäftigen wir uns heute. Also ich gebe ein paar Ideen dazu, was die unterschiedlichen Beziehungsebenen und Aspekte überhaupt auszeichnet. Ich gebe einen ganz praktischen Einblick dazu, worauf ich dabei achten darf und natürlich ein paar Tipps, wie ich das am Ende gestalten kann. Und natürlich gibt es auch ein Fazit. Also die Einführung. Die Summe meiner Beziehungen ist mein Netzwerk. Und mit Beziehungen meine ich an dieser Stelle wirklich alles. Von der Beziehung zur Bäckerei Fachverkäuferin über Arbeitskollegys, Freundys. Alles das zusammen ist mein Netzwerk. Und ein gutes Netzwerk sorgt dafür, dass es mir gut geht. Und auch wenn das gar nicht wirklich zum Thema gehört, möchte ich an dieser Stelle nochmal eine Lanze brechen dafür, dass falls du dich für eine monogame Welt entschieden hast, es ganz, ganz wichtig ist, dass auch du dein Netzwerk außerhalb deiner Beziehung pflegst. Dass du Menschen hast, mit denen du ein Bier trinken kannst, die nicht deine Partnerpersonen sind, mit denen du über Probleme reden kannst, die nicht deine Partnerpersonen sind, mit denen du lachen kannst, spielen kannst. Ja einfach mit denen du deine Autonomie und deine Bedürfnisse, die du nicht in deiner Partnerschaft unterbringen kannst, ausleben kannst. Die Monogamie sagt natürlich, dass emotionale und körperliche Intimität nur mit deiner Partnerperson passieren darf und das ist auch voll fein. Und gleichzeitig gibt es eben auch noch andere Ebenen in deinem Leben und ich finde es einfach an jeder Stelle wichtig zu sagen, jede Beziehung ist nur so gut wie das Netzwerk, das sie trägt. Also unser Netzwerk ist total wichtig und immer wenn wir ein Netzwerk haben, müssen wir entscheiden oder entscheiden wir auch aus dem Bauch heraus, wann wir wen Aufmerksamkeit schenken. Und an der Stelle möchte ich zur Einleitung sagen, ich werde wahrscheinlich immer mal wieder über Fairness reden. Und Fairness bedeutet für mich in dem Zusammenhang nicht, dass alle das Gleiche bekommen, sondern dass alle die gleiche Aufmerksamkeit für ihre Bedürfnisse bekommen. Also eine faire Aufteilung wäre dann nicht, dass ich all meine Partnerpersonen, um jetzt bei der Polyamorie zu bleiben, oder alle meine Freunde einmal im Monat sehe, sondern dass ich gucke, welche Freundschaft braucht eigentlich was und fühlen sich alle gleich viel gesehen. Dann möchte ich noch erwähnen, dass es eben sehr unterschiedliche Aspekte gibt, habe ich in der Einleitung schon gesagt. Der Unterschied ist hier aber, dass es in der Gesellschaft, in unserer Gesellschaft vollkommen in Ordnung zu sein scheint, dass ich meine Zeit unterschiedlich zwischen meinen FreundInnen aufteile und dass da relativ wenig böses Blut ist. Also dass ich dann nicht sage, mit dem bist du aber schon dreimal Kaffee trinken gegangen und mit mir nur einmal. Also das passiert in Freundinnenschaften natürlich auch, dass das ungute Gefühle macht, aber es ist nicht gesellschaftlich so unterstützt, dass ich mich darüber aufrege und deswegen kriegen viel mehr Leute das eigentlich ganz gut verpackt. Wohingegen in der Polyamorie oder in offenen Beziehungen die Eifersucht an dieser Stelle von der Gesellschaft toleriert und sogar zum Teil unterstützt wird und deswegen sind die Gefühle und die Probleme, die da mit sind, unter anderem auch so viel härter. Es gibt natürlich tausend andere Gründe noch, aber dass es in den Monobeziehungen, also wenn ich mehrere Freundinnen habe und da priorisiere, dass das weniger Thema ist als in der Polyamorie, das liegt auch daran, dass wir gesellschaftlich das eine erwarten und das andere verarbeiten. ja, einfach nicht hören wollen. Und am Ende geht es bei der Frage, wen sehe ich wann, wie viel und wie viel Aufmerksamkeit schenke ich wem, geht es darum, dass sich alle wertgeschätzt fühlen. Und das ist einer der Punkte, da komme ich dann auch gleich immer wieder drauf zurück, dass es eben nicht nur darauf ankommt, wie teile ich meine Zeit ein für die Treffen, sondern eben auch, was mache ich drumrum. Also dann fange ich mal an.
Woher kommt das Problem?
Erstmal, warum haben wir dieses Problem eigentlich? Also warum wird… Das ist zum Problem, wenn ich die eine Person dreimal sehe und die andere nur eine einmal. Also erstmal leben wir in einer christlichen und patriarchal geprägten Gesellschaft und das hierarchisiert. Gott sagt, es darf kein Nebenmir geben. Das Patriarchat sagt, Männer haben mehr Rechte als Frauen. Also es hierarchisiert und sorgt dafür, dass wir das Gefühl haben, wir müssen uns entscheiden. Und es gibt für viele Dinge nur eins, so auch in einer Beziehung. Selbst schon langjährig polyamor lebende Menschen haben oft dieses Gefühl, dass es nur eine Lebensgemeinschaft geben kann oder nur eine Nummer eins, die mir jeden Tag an der Seite steht. Und ein Stück weit mag das stimmen. Ich glaube, dass viele Menschen sich danach sehnen und gleichzeitig leben wir einfach in einer Gesellschaft, die das noch weiter unterstützt. Außerdem leben wir in einer Demokratie. Demokratien leben davon, dass wir Dinge vergleichen und gleich machen wollen und dass wir gleiche Rechte für alle haben wollen. Und das ist grundsätzlich erstmal eine voll gute Idee und gleichzeitig ist es so wichtig, dass ein Vergleich an vielen Stellen wirklich schwierig ist, wenn ich ihn falsch setze. Also zum Beispiel eine faire Aufteilung ist, dass alle das Gleiche bekommen. Es gibt da so ein schönes Bild Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit.
Chancengleichheit vs. Chancengerechtigkeit
Das macht das sehr deutlich. Bei einer Chancengleichheit stehen alle auf dem gleichen Sockel und haben die gleiche Chance, irgendwas zu sehen. Aber wenn eine Person ganz klein ist und die andere vielleicht im Rollstuhl sitzt, dann hat sie eben nicht die gleiche Chance, über den Zaun zu gucken, wie die Person, die groß ist. Bei einer Chancengerechtigkeit, da geht es darum, dass die Voraussetzungen für die Personen alle unterschiedlich sein können. Und das finde ich einfach wichtig im wahren Leben im Kopf zu haben, dass nicht alle Menschen gleich sind und dass wir andere Startvoraussetzungen haben und dass wir darauf in einer sozialen Gesellschaft Rücksicht nehmen können und wollen. Genau, also, warum stellen wir uns überhaupt die Frage, was ist wichtiger, Sex, Verliebtsein, Romantik oder Freundschaft? Weil wir eben vergleichen und weil wir hierarchisieren, standardmäßig. Und deswegen ist es auch wichtig, da nochmal drauf zu gucken. Also viele Leute, die mich kennen, wissen, ich habe mit Labeln so meine Probleme. Schubladen, da weiß man nie, was da alles so drin ist. Also eine Freundschaft plus kann schon sehr nah an einer Beziehung sein und so weiter. Ist alles fließend. Aber ich möchte mal versuchen, so ein bisschen was zu den einzelnen Aspekten zu sagen. Also, ist Sex wichtiger als alles andere? Naja, nein. Aber phasenweise fühlt es sich so an. Weil Sex und Körperlichkeit, das hat alles mit Hormonen zu tun. Und wenn ich eine neue Person kennenlerne, dann ist Sexualität plötzlich total wichtig. Und Sexualität kann für mich auch ein Grundbedürfnis sein. Also ganz abgesehen von dem Grundbedürfnis nach Berührung kann auch Sexualität an sich ein Bedürfnis sein. Und Bedürfnisse sind erstmal ziemlich laut. Und Bedürfnisse können ziemlich laut sein. Und Sex kann eine Bedürfnisbefriedigungsstrategie sein, kann aber auch ein Bedürfnis an sich sein. Und deswegen ist das manchmal sehr, sehr laut. Wenn ich jetzt auf das Verliebtsein gucke, auch das hat mit Hormonen zu tun und deswegen kann auch das sehr, sehr laut sein. Außerdem hat Verliebtsein ja auch immer dem Wunsch und Zauber inne. Also wenn ich eine neue Person kennenlerne, dann geht plötzlich alles auf, es ist plötzlich alles möglich und es ist plötzlich gefühlt zum Greifen nahe, dass ich für immer glücklich bin, weil es mit diesen Menschen so leicht ist und ich mich so angenommen fühle und die rosarote Brille heißt nicht umsonst so. Und deswegen kann sich auch Verliebtsein manchmal sehr viel wichtiger als alles andere anfühlen. Und auch die Romantik, also dass ich einen Menschen habe, dem ich mich romantisch oder partnerschaftlich verbunden fühle. Mit dem ich dieses ganze Konstrukt an Happy Family leben kann, mit mir Dinner im Kerzenlicht macht und all diese Dinge. Das macht was mit einem, das triggert etwas in einem oder löst etwas in einem aus, das sich total schön anfühlt. Und deshalb ist auch das einfach wichtig für uns. Und unsere Gesellschaft sagt uns ja auch immer wieder, dass unser Leben am glücklichsten und am besten ist, wenn wir die eine romantische Beziehung haben. Und deswegen wohnt dieser Romantik oder der Beziehung so ein Zauber inne, der sagt, das ist das Wichtigste. Weil eben unsere Gesellschaft das so möchte. Und wenn ich jetzt auf Freundschaft gucke, ich sage nochmal, also da sind die Übergänge sicherlich fließend und ich habe auch manchmal Freundschaft in einer romantischen Beziehung und ein bisschen Romantik in einer Freundschaft. Wenn ich die Definitionen nachgucke oder gucke, was erfüllen sich eigentlich die Menschen mit Freundschaft, dann stehen da so Sachen drin wie Loyalität, Vertrauen, emotionale Befriedigung, psychologische Auslastung und Ausgleich, Wertschätzung, Identität, Wertschätzung für meine Identität und auch einfach Wertschätzung insgesamt zu erhalten. Gleichberechtigung, Ergänzung, Gegenseitigkeit. Das sind alles Dinge, die für Freundschaft aufgezählt werden, wo ich aber nicht sagen würde, das gilt nur für Freundschaft. Das ist in der Romantik oder vermutlich auch in einer sexuellen oder verliebten Beziehung genauso wichtig. Aber was Freundschaft anders macht, ist eben, dass in unserer Gesellschaft romantische Gefühle und Sexualität dann nicht zugezählt werden, dass es bei Freundinnenschaften oft keine Rituale gibt. Also dieses typische Ich-liebe-dich oder die Küsse zur Begrüßung oder so, das gibt es bei Freundschaften oft viel weniger. Es gibt weniger Liebesbekundungen, es gibt weniger Begrüßungen, Verabschiedungen, Geburtstagsrituale. Also es ist nicht selbstverständlich, dass ich alle meinen Freundinnen ein Weihnachts- oder ein Geburtstagsgeschenk mache oder mit denen diese Tage verbringe, aber es ist ziemlich selbstverständlich, dass ich das mit meiner romantischen Partnerschaft mache. Und dass die Freundschaft so gestrickt ist, wie sie in unserer Gesellschaft gestrickt ist, liegt ja auch daran, dass es eine gewisse Form von Homophobie gibt. Wer jetzt zuerst da war, das Huhn oder das Ei, ob es erst war, dass wir gesagt haben, naja, wir grenzen aber die romantische Partnerschaft durch Sexualität ab und dadurch ist Homophobie entstanden oder die Homophobie ist erst gekommen und dadurch ist die Freundschaft so degradiert worden in unserer Gesellschaft. Aber letztendlich ist es ja so, dass Freundschaft oft als weniger wichtig angesehen wird gesellschaftlich als die romantische Bindung und dass da einfach ein viel größerer Abstand an vielen Stellen vorgegeben wird. Wobei ich ja sagen würde, also Freundinnenschaften halten oft ein Leben lang und sind ja einfach für unsere psychische Gesundheit so wichtig und belasten uns auch oft viel weniger als die romantische oder die partnerschaftliche Beziehung. Genau, also das waren die vier Aspekte. Und da ist die Frage, was ist denn wichtiger? Sex, Verliebtsein,
Was ist denn wichtiger?
Romantik oder Freundschaft? Und ich würde sagen, das kommt darauf an. An manchen Stellen das, an manchen Stellen das. Mir ist aber wichtig zu sagen, Sexualität ist ein Punkt, der für uns sehr wichtig ist und der sollte nicht tabuisiert oder verkleinert werden. Verliebtsein ist etwas, das nicht vergrößert werden sollte, weil das ist nur ein hormoneller Zustand, der vorbeigehen wird. Ich finde romantische Bindungen super schön und super wichtig und gleichzeitig ist es halt klar, dass die nicht ein und alles sein können, weil es uns dann psychisch oft nicht besonders gut geht und weil wir eben ein Netzwerk brauchen und Freundschaften sind auch nicht wichtiger als alles andere, weil wenn ich das andere nicht habe, ist es irgendwie auch scheiße. Also ich glaube gar nicht, dass es da eine generelle Antwort zu gibt, aber ich glaube, dass ich darauf schauen darf, was denn für mich das Wichtige ist. Also ich bin eine eigenständige Person und all die Menschen, die ich sehe, sind eigenständige Personen und wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse in unterschiedlicher Stärke. Und da darf ich darauf Rücksicht nehmen und das darf ich mir bewusst machen. Letztendlich ist bei allen vier Aspekten das Bedürfnis dahinter ja das Bedürfnis nach Liebe oder Verbundenheit. Und da ist die Form letztendlich egal. Aber wenn ich auf den Menschen schaue, dann ist die Form eben nicht egal, weil wir da alle unterschiedliche Erwartungen und Anforderungen haben. Und weil es eben in unserer Gesellschaft Skripte dazu gibt und Erwartungen dazu gibt. Und wenn ich eine Antwort darauf geben müsste, die in einem Satz ist, dann würde ich vermutlich sowas sagen, wie wenn ich die verschiedenen Aspekte angucke von Beziehungen, also Sex, Verliebtsein, Romantik und Freundschaft, was ist wichtiger. Schau, was deine individuellen Bedürfnisse sind und was zu dir passt und entscheide dann bewusst auch durchaus mit dem Wissen, was die Unterschiede macht in diesen ganzen Aspekten. Das war Punkt Nummer eins. Also was ist eigentlich der Unterschied? Was ist wichtiger? Und da würde ich sagen, guck, was zu dir passt und mach es dir bewusst, dass es da Unterschiede gibt.
Wie gehen wir damit um?
Wenn ich das jetzt ganz praktisch angucke, also mir unter anderem die Frage stelle, wie gehen Menschen damit um, wenn andere Personen vorgezogen werden oder wie geht das überhaupt, wie teile ich meine Zeit auf, da gibt es verschiedene Aspekte. Also das Erste, was ich sagen will, ist, unsere Zeit ist natürlich begrenzt. Ja, wir können natürlich in Teilzeit gehen und unsere Hobbys reduzieren, um mega viel Zeit für Beziehungen zu haben. Gerade im polyamoren Setting ist das manchmal durchaus eine Option. Aber letztendlich haben wir so oder so eine begrenzte Zeit. Und was mache ich mit der Zeit? Und da zu entscheiden, möchte ich die Personen, die ich sehen möchte, ob das jetzt Beziehungsmenschen oder Freundinnen sind, möchte ich die alleine sehen? Möchte ich die mit anderen Menschen sehen? Möchte ich übernachten? Möchte ich zusammen wohnen? Möchte ich sie in einer Gruppe sehen? Und wie viel Zeit möchte ich eigentlich mit mir alleine haben? Also wir haben ohnehin relativ wenig Freizeit und da eine bewusste Entscheidung zu treffen, Und was ist denn für welche Person und welche Beziehung für mich und die andere Person am passendsten? Ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Prozess. Ein wichtiger Prozess ist außerdem die Entscheidung, dass eine Person mich weniger oder mehr sehen will, nicht als Beziehungsaussage sehe. Und ich betone das nochmal. Also wir sind sehr schnell verletzt, wenn die Person sagt, ich habe gar keinen Bock, dich häufiger als einmal im Monat zu sehen. Das ist für viele Menschen eine unglaubliche Aussage. Und das nicht als Beziehungsaussage zu nehmen, da reden wir ganz oft drüber. Dass das oft gar keine Aussage darüber hat, wie lieb ich die Person habe, wie oft ich sie eigentlich sehen will. Aber wir reden nicht darüber, dass wenn ich die Person mehr sehen will, dass auch oft keine Beziehungsaussage hat. Also natürlich hat es manchmal eine und auch wenn ich eine Person nicht sehen will, hat es manchmal eine Beziehungsaussage, aber nicht per se. Manchmal ist einfach das Leben, was dazwischen kommt. Oder manchmal ist einfach meine Bedürflichkeit, die dazwischen kommt. Und also an der Stelle ist einfach wichtig zu gucken, wenn ich die Häufigkeit, wie viel der Mensch mich sehen will, nicht als Beziehungsaussage nehmen möchte und das nicht überbewerten und nicht unterbewerten möchte, was kann ich denn stattdessen machen, um klar zu haben, dass ich mich sicher in der Beziehung fühle? Und da ist eben die Frage, wie kann ich denn überhaupt Verbindungen fühlen? Wie bauen sich Verbindungen auf? Also was kann ich noch tun, außer mich mit anderen Menschen zu treffen, um eben diese Beziehungen enger werden zu lassen oder zu feiern oder zu nutzen? Und da sind natürlich ganz viele Sachen möglich, zum Beispiel alle asynchrone Kommunikation über Messenger, Sprachnachrichten, Insta, was auch immer. Wir können telefonieren. Wir können aber auch eben Rituale nutzen und Aussagen treffen. Also Rituale nutzen im Sinne von jeden Abend eine Gute-Nacht-Nachricht oder zusammen das Beste des Tages betrachten oder jeden Tag in der Woche, wo ich die andere Person nicht sehe, einen Gegenstand auf die Fensterbank legen, den ich dann mit der Person besprechen oder befühlen will. Was auch immer. Also zu gucken, wenn ich das nicht mehr als Beziehungsaussage sehen will, wie oft eine Person mich sieht, was kann ich denn dann machen, um die Verbindung zu fühlen? Was kann ich noch tun, außer Treffen? Dann, wenn ich darauf gucke, wie gehe ich denn damit um, wenn andere Menschen vorgezogen werden, ist ganz wichtig zu gucken, habe ich denn ein Gefühl des Ausgeschlossenseins und wenn ja, woher kommt das? Kommt das tatsächlich aus dieser Verbindung? Bin ich tatsächlich ausgeschlossen oder ist das vielleicht etwas, das mich aus meiner Vergangenheit begleitet? Das haben ja tatsächlich viele Menschen, denn wann auch immer wir so eine Erfahrung haben, wo wir aus der Gruppe ausgeschlossen werden, das schlägt halt eine tiefe Wunde, weil das ist eine der instinktiv wichtigsten Dinge, auf die wir achten, dass wir uns zu einer Gruppe zugehörig fühlen und deswegen zu schauen, okay, ich fühle mich jetzt gerade ausgeschlossen. Ist das denn tatsächlich in der Situation begründet oder kommt das aus meiner Vergangenheit? Was habe ich denn überhaupt für Bedürfnisse? Was habe ich denn überhaupt für Grenzen? Also da wirklich zu gucken, wenn ich mich ausgeschlossen fühle, was ist denn das, was dahinter liegt? Was sind meine Bedürfnisse? Was sind meine Grenzen? Und vielleicht auch sich mal hinzusetzen mit anderen Menschen oder allein. Was ist denn überhaupt mein idealer Monat? Wie oft möchte ich denn wen sehen und warum eigentlich? Weil meistens ist ein Treffen ja auch eine Bedürfniserfüllungsstrategie, ein Bedürfnis nach Verbindung oder ein Bedürfnis nach Körperkontakt oder nach emotionale Nähe oder so. Und zu gucken, wo stehe ich denn da überhaupt und was ist denn mein idealer Monat? Mit welcher Person möchte ich denn am meisten Zeit verbringen und warum? Und dann sich bewusst machen, dass eben jede Beziehung individuelle Bedürfnisse, Aspekte hat. Also ich kann das alles nutzen, um zwei Partnerschaften, drei Partnerschaften miteinander zu vergleichen. Ich kann aber auch wirklich darauf gucken, okay, an meinem Geburtstag möchte ich lieber meinen Beziehungsmenschen sehen als meine Freundin. Wieso denn? Also entspricht das wirklich mir oder ist das eine gesellschaftliche Erwartung, da wirklich auf meine Bedürfnisse zu gucken und ganz individuell gucken, wie man das machen kann? und eben ganz individuell auch auf mich gucken, was ich da eigentlich brauche. Und was dann noch wichtig ist bei der ganz praktischen Sache, ist dann eben auch zu akzeptieren, dass es manchmal eben ein Ungleichgewicht gibt, dass die eine Person, also dass ich die Person vielleicht lieber mehr in meinem Leben hätte, als die Person mich gerne in ihrem Leben hätte. Also da zu akzeptieren, dass es da Unterschiede gibt und dass eine Person, die polyamor lebt, nun mal nicht so viel Zeit hat wie eine Person, die monogam lebt oder eine Person, die viele Kinder hat, eben nicht so viel Zeit hat, Viele kleine Kinder hat wie eine Person, die keine Kinder hat. Also da die individuellen Strukturen zu akzeptieren, hilft tatsächlich ganz praktisch auch damit einen guten Umgang zu finden. Und letztendlich liegt es dann am Ende, wie es gestaltet wird, an den konkreten Absprachen. Also es geht darum, gut zu verhandeln. Und klar zu haben, was ist eine gute Regelung für uns beide, also Win-Win, nicht Kompromisse, sondern Win-Win und da aber auch ein Abweichungspotenzial wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Also das nicht als in Stein gemeißeltes Versprechen zu nehmen, sondern zu sehen, okay, an der Stelle, also unser Ziel ist es einmal im Monat uns zu sehen oder einmal die Woche und dann wirklich zu akzeptieren, dass innerhalb der Absprache es durchaus auch Ausnahmen geben kann, ohne dass gleich alles wackelt, ohne dass ich gleich alles persönlich nehme. Und wenn ich es persönlich nehme, habe ich gute Gründe dafür. Was kann ich dann tun, damit es mir besser geht damit? Also wenn wir auf die praktische Aspekte gucken bei der Frage, wie gehen wir damit um, wenn andere Personen vorgezogen werden, sich einfach kritisieren. Ja, dieses Wort einfach. Sich klarzumachen, was möchte ich überhaupt, wie viel Alleinezeit, wie viel Qualityzeit mit einem Menschen, wie viel Zeit mit mehreren Menschen, wie viel Übernachtungen möchte ich eigentlich, brauche ich mit welchen Menschen, wie sehen diese Menschen das? Muss ich das persönlich nehmen, wenn plötzlich meinen Erwartungen nicht entsprochen wird und unseren Absprachen nicht entsprochen wird? Gibt es eine Beziehungsaussage hinter den Treffen oder liegt es vielleicht wirklich einfach daran, dass die Person zum Beispiel an ihrem Alltag scheitert oder dass im Außen unvorhergesehene Sachen dazwischen kommen oder dass die Person daran scheitert, die eigenen Wünsche umsetzen zu können, weil es eben nicht klappt? Also da wirklich drauf zu gucken, woran liegt es und was sind die Bedürfnisse und Erwartungen dahinter. Tja, und wie gestalte ich das dann, wenn ich die aktive Person bin, die sagt, okay, wann möchte ich wen sehen? Wenn ich also gucke, vielleicht wie ist mein idealer Monat oder ich habe jetzt einen neuen Beziehungsmenschen, egal ob ich vorher Single oder polyamor war und weniger hatte. Was ist diese Konstellation? Was ist meine Zeit? Und das individuell zu betrachten. Also darauf zu gucken, was für eine individuelle Lösung für meine Konstellation und meinen Zeit-Account kann es denn geben. Und dann kann ich darauf gucken, was möchte ich denn? Also wen möchte ich am meisten sehen? Gibt es überhaupt einen am meisten? Wen möchte ich wie oft sehen? Ich kann darauf gucken, was erwarte ich denn? Also wenn ich zum Beispiel eine romantische Partnerschaft habe, ist da meine Erwartung, dass ich die Person dreimal pro Woche sehe? Und ist das meine Erwartung oder ist es die Erwartung, die die Gesellschaft mir vorgibt? Wirklich zu gucken, was ist denn meine Erwartung an diese individuelle Beziehung? Naja, und dann eine Verbindung dieser beiden Punkte. Also erstmal überlegen, was möchte ich? Dann überlegen, was erwarte ich wirklich? Und dann zu gucken, was denke ich denn, was die anderen erwarten? Und spielt das eine Rolle in meinen Überlegungen? Denke ich, dass meine Partnerperson sicherlich verletzt ist, wenn ich sage, ich möchte sie nur einmal die Woche sehen. Für manche Menschen ist es viel, für manche Menschen ist es wenig. Also da ganz konkret zu gucken, was erwarten die anderen, aber auch zu gucken, was denke ich denn, was die erwarten, weil das meine Entscheidung durchaus beeinflusst. Also nicht nur, was die Gesellschaft, das habe ich ja gerade schon gesagt, erwartet, sondern auch, was meine Beziehungsmenschen erwarten. Und im Zweifelsfall denken beide, oh Gott, wenn ich jetzt sage, dass ich die Person nicht dreimal die Woche, sondern nur noch einmal die Woche sehen will, dann ist sie bestimmt verletzt. Und beide denken das und treffen sich ein Jahr, dreimal die Woche und sind totally exhausted in die Beziehung. Das geht daran kaputt. Das wäre natürlich scheiße. Ja, wenn ich dann überlegen muss, wie wähle ich, welche Person ich wann sehe, dann darf ich durchaus auf mich gucken und auch auf meine Bedürfnisse, solange ich die anderen Personen mitnehme und auch Rücksicht nehme. Also mein Wunsch und Bedürfnis ist nicht das Einzige, was zählt an der Stelle. Insofern ein gesunder, rücksichtsvoller Egoismus ist an dieser Stelle wirklich begrüßenswert, weil solange jede Person sich um sich selber kümmert, ist für jede gesorgt. Also summa summarum habe ich jetzt mit vielen Worten das gesagt, was ich auch in einem Satz sagen könnte, nämlich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse und Erwartungen im Kopf haben, ist da sinnvoll an der Stelle. Und darauf zu schauen, dass jede Beziehung da individuelle Lösungen braucht, Weil es gibt eben nicht das Skript. Es ist nicht mehr so, dass Beziehung bedeutet, wir heiraten, kriegen Kinder und wohnen zusammen. Wir haben heute andere Möglichkeiten. Und da im Kopf zu haben, okay, welche Anteile gibt es denn da in mir und mit welchen Menschen möchte ich die denn ausleben? Weil es gibt Menschen, die habe ich super, super, super, super, super lieb. Die könnte ich auffressen, wenn ich sie sehe, aber sie strengen mich manchmal auch an. Und die Menschen kann ich halt nicht den ganzen Tag sehen. Meine Kinder zum Beispiel. Also ich liebe meine Kinder und ich liebe die Zeit mit ihnen. Aber ich weiß noch, als ich in der Babyzeit war, wenn ich von morgens bis abends mit denen zusammen war, das hat mich einfach auch ausgelaugt. Ist natürlich klar, Elternschaft ist ja eine sehr ungleiche Beziehung. Und je nachdem, wie ich gestrickt bin, kann mich das mehr oder weniger anstrengen. Aber, Zu sagen, die Menschen, die ich gern mag, die muss ich auch häufig sehen wollen, das ist halt Quatsch. Wenn ich eine Person habe, mit der ich immer superintensive Gespräche führe, dann kann ich die nicht 24-7 sehen, weil das bedeutet, also superintensive Gespräche kosten Kraft. Und das kann ich nicht 24-7 machen. So, jetzt würde ich einmal noch mal kurz wiederholen, was ich alles gesagt habe.
Zusammenfassung
Also ich habe ein bisschen eingeleitet da rein, dass das, was ich zwischen den Menschen aufteile, nicht immer die Zeit ist, sondern eben vor allen Dingen die Aufmerksamkeit und dass ich die auch anders machen kann durch Rituale, Gespräche, Messenger und so weiter. Dass es tatsächlich Unterschiede gibt zwischen Sexualität, Verliebtsein, Romantik und Freundschaft, dass es aber nicht immer die gleiche Wertigkeit gibt und dass es gute Gründe gibt, dass das mal das eine und mal das andere wichtig ist und dass es eben das Skripte und Erwartungen gibt, die ich im Kopf haben darf und damit bewusst umgehen darf. Dann habe ich darüber gesprochen, wie es im Praktischen aussehen kann. Wie ich einen Umgang damit finden kann, wenn ich den Eindruck habe, dass eine Person mich weniger sehen will, was das für mich heißt. Und da habe ich darüber gesprochen, dass es eben Absprachen geben sollte mit guten Verhandlungen, aber eben auch Abweichungspotenzial. Und als letztes habe ich darüber gesprochen, wie gestalte ich das denn, wenn ich wählen muss, welche Personen ich wie häufig in welcher Konstellation, also zu zweit oder in Gruppe zum Beispiel auch sehen möchte, dass ich nicht nur darauf gucke, was möchte ich, was brauche ich, sondern auch was erwarte ich und was denke ich, was meine Partnerpersonen erwarten und das auch offen zu machen und weil welche Erwartung kommt eigentlich von der Gesellschaft und darauf wirklich zu gucken, meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Kopf zu haben. Und die Erwartungen, die ich habe, die die anderen Menschen haben und die die Gesellschaft hat, aber eben auch nicht zu ignorieren. Fazit ist also, es gibt keine allgemeingültigen Regeln.
Fazit
Das sage ich ja leider ganz häufig. Es wäre so schön, wenn es so einen Katalog gäbe. Gibt es aber leider nicht. Nicht mehr vielleicht. Vergleiche helfen nicht. Also darauf zu gucken, wie viel Zeit verbringst du mit dem, bringt nichts, weil das keine Aussage hat. Also letztendlich geht es um Aufmerksamkeit und darum, das Gefühl zu haben, wertgeschätzt und geliebt zu werden und das kann ich durch viele Dinge erreichen und mich zu vergleichen, wie viel Zeit ich mit welcher Person habe und daraus eine Beziehungsaussage zu ziehen. Also Vergleiche, das ist ganz oft so, also die sind oft nützlich, aber wenn es um Wertigkeit geht, sind sie überhaupt nicht nützlich. Und das Letzte in meinem Fazit ist, dass unterschiedliche Aspekte innerhalb von Beziehungen eben auch unterschiedlichen Sog haben. Also je neuer eine Beziehung ist, desto neuer, größer, lauter ist auch der Sog und je länger eine Beziehung ist, desto leiser ist auch der Sog, was nicht unbedingt heißt, dass er weniger doll ist, aber er wird weniger gespürt. Und es gibt durchaus Menschen, die die Menschen in ihrem Kalender so in die Reihenfolge bringen, dass sie sagen, die Leute, mit denen ich Sex habe, die sehe ich häufiger, weil ich einfach viel Sex brauche und dann muss ich die häufiger sehen. Und das im Kopf zu haben und sich auch zu erlauben, ist total wichtig und das verändert sich vielleicht auch über die Zeit. Das ist vielleicht bei Frauen, bei Menschen mit Gebärmutter in bestimmten Zyklusphasen auch anders. Also wirklich zu gucken, wann ist Verliebtsein das Wichtigste, wann ist Romantik das Wichtigste, wann ist Sexualität das Wichtigste, wann ist Freundschaft das Wichtigste und mir einfach klarzumachen, da gibt es keine generelle Antwort drauf, sondern das ist für mich anders als für dich und es ist heute anders als morgen. So, jetzt sind wir am Ende der Folge angekommen. Ich danke dir sehr fürs Zuhören bis hierher. Und ich würde mich total freuen, wenn du jetzt gerade die Energie, die du hast, wenn du vielleicht denkst, das nehme ich mal mit und das nehme ich mal mit, wenn du die benutzt, um auf Spotify, in iTunes, auf Apple Podcasts vielleicht eine positive Bewertung dazulassen. Und ansonsten wünsche ich dir einen fantastischen Tag. Bis dann. Wie schön, dass du bei der heutigen Folge dabei warst. Wir freuen uns, wenn du etwas Wertvolles mitnehmen konntest. Vielleicht magst du es dir kurz notieren? Gab es einen Aha-Moment? Möchtest du etwas vom Gesagten umsetzen? Gibt es jemanden, mit dem du die Folge diskutieren möchtest? Geh für dich los und mach dein Leben lebenswerter. Und vergiss nicht, jede Person darf fühlen, was sie fühlt und hat gute Gründe für alles, was sie tut. Also sei verständnisvoll mit.

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